MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Toprak auf Honda-Superbike: Lecuona wäre vergnügt

Von Ivo Schützbach
Toprak Razgatlioglu (li.) und Iker Lecuona

Toprak Razgatlioglu (li.) und Iker Lecuona

Seit elf Jahren hat Honda in der Superbike-WM kein Rennen im Trockenen gewonnen. Fans wie Experten fragen sich, was Champion Toprak Razgatlioglu auf der Fireblade leisten könnte.

Honda-Fans mussten in den vergangenen Jahren vieles ertragen und waren nicht vom Erfolg verwöhnt. Seit Marc Marquez 2019 wurde in der MotoGP kein Titel errungen, in der Superbike-WM dauert die Durststrecke bereits seit James Toseland 2007!

Inzwischen sind in beiden Meisterschaften Fortschritte erkennbar, der Tiefpunkt scheint endlich überwunden.

Honda-Werksfahrer Iker Lecuona brauste im Oktober 2024 im ersten Rennen in Estoril auf Platz 3. Xavi Vierge sorgte beim Europa-Auftakt in Portimao am letzten März-Wochenende als Fünfter in Lauf 1 für sein bestes Resultat in einem Hauptrennen seit dem 4. Juni 2023 in Misano.

Was Honda-Siege betrifft, müssen wir weit zurückblättern: Nicky Hayden triumphierte im Regen von Sepang 2016, im Trockenen stand zuletzt Jonathan Rea in Portimao 2014 oben auf dem Podest – vor unfassbaren elf Jahren!

Seit geraumer Zeit wird Weltmeister Toprak Razgatlioglu mit dem japanischen Hersteller in Verbindung gebracht, sein Vertrag mit BMW endet nach dieser Saison. Fans wie Experten fragen sich, was der hochtalentierte Türke auf der Fireblade leisten könnte, die wie seine M1000RR und die Ducati Panigale V4R über ein starkes Triebwerk verfügt.

«Sollte ich mit HRC weitermachen, wäre es natürlich ein Vergnügen mit Toprak zu arbeiten, der zwei Titel mit verschiedenen Herstellern gewonnen hat und zuletzt die drei Rennen in Portimao», erzählte Lecuona SPEEDWEEK.com. «Mit ihm könnten wir uns vielleicht noch mehr verbessern, er verfügt über viel Erfahrung und ist schnell. Aber solange das nicht offiziell ist, denke ich über so etwas nicht nach, sondern nur an mich.»

2019 war Alvaro Bautista auf der damals neuen Ducati Panigale V4R der mit Abstand Schnellste, den Titel verlor er nach einer Reihe unerklärlicher Crashs aber an Jonathan Rea (Kawasaki). In seinen beiden Honda-Jahren 2020 und 2021 stürzte der Spanier auf die WM-Ränge 9 und 10 ab; zu Ducati zurückgekehrt, wurde er in den folgenden zwei Saisons Weltmeister.

«Alvaro gewann damals 16 Rennen, die ersten elf in Folge», erinnerte sich Lecuona. «Dann ging er zu Honda und holte drei Podestplätze. Der Level war damals aber deutlich niedriger, als er es heute ist. Die Honda war kein einfach zu fahrendes Motorrad, jetzt beginnen wir, konkurrenzfähig zu werden. Uns gelang ein Schritt, wir werden Sechster, Achter, manchmal reicht es fürs Podium. Toprak fuhr noch nie mit diesem Motorrad, das wahre Potenzial kennen wir deswegen nicht. Wir sahen, welch gute Arbeit BMW geleistet hat. Als Toprak auf das Bike stieg, konnte er die Meisterschaft gewinnen. Toprak sorgte für den Unterschied, aber auch die anderen BMW-Fahrer schafften es im Vorjahr aufs Podium oder in die erste Startreihe. Daran sieht man, was mit dem Motorrad möglich war.»

Lecuona ist wie kaum ein anderer ständig von Verletzungen geplagt, den Saisonstart in Australien hat er deswegen verpasst. Bei seinem Comeback in Portugal wurde er Elfter, Neunter und Achter, in der Gesamtwertung ergeben 14 Punkte aktuell den 15. Rang.


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