Bitter: Yamaha-Star Jonathan Rea verpasst auch Assen

Jonathan Rea mit seinem Crew-Chief Oriol Pallares
Am 17. Februar, noch vor Beginn der Superbike-WM 2025, musste Jonathan Rea einen herben Rückschlag hinnehmen. Denn beim Phillip-Island-Test stürzte der Nordire unglücklich, als sein Motorrad nach einem Highsider auf seinen linken Fuß krachte und mehrere Knochen zertrümmerte. Als seine Kollegen am 21. Februar in Australien die freien Trainings absolvierten, wurde der 38-Jährige in Belfast operiert.
Sechs Wochen später darf Rea seinen mehrfach gebrochenen linken Fuß, dessen Mittelfußknochen mit zwei Platten und drei Schrauben fixiert wurden, die kleineren Knochen müssen natürlich zusammenwachsen, immer noch nicht belasten. Der sechsfache Weltmeister geht weiterhin mit Gehhilfen und trägt einen Luftpolsterstiefel. Problematisch: Die kleinen Knochen in den Extremitäten sind schlecht durchblutet, was die Heilung langwierig werden lässt.
Bei seinem Besuch in Portimão am vergangenen Wochenende ließ Rea durchblicken, dass er dennoch am Superbike-Wochenende in Assen (11. bis 13. April) wieder auf seine R1 steigen möchte. Auf keiner anderen Strecke holte er mehr Siege (17) und selbst im Seuchenjahr 2024 fuhr er auf der niederländischen Piste die Pole-Position ein.
Aber daraus wird nichts. Donnerstagabend teilte Rea mit, dass Assen für ihn zu früh kommt. «Ich werde aufgrund meiner Verletzung nicht fahren, aber ich konzentriere mich weiter auf die Genesung», teilte der 119-fache Sieger in sozialen Medien mit. «Aber Cremona ist eine realistische Möglichkeit. Assen ist eine gute Strecke für mich – der Punkt ist aber, dass die Leistungsdichte in der Superbike-WM sehr hoch ist und ich konkurrenzfähig sein will, wenn ich zurückkehre, nachdem ich einen so guten Winter hatte.»
Als Ersatz für den Rekordweltmeister wird erneut Testfahrer Jason O’Halloran zum Einsatz kommen.