Superbike-WM: Toprak Razgatlioglu sieht schwarz

Nicky Hayden (Honda): Ein Rennfahrer der alten Garde

Von Ivo Schützbach
Nicky Hayden arbeitet sehr analytisch

Nicky Hayden arbeitet sehr analytisch

Kein MotoGP-Weltmeister vor ihm startete für eine komplette Saison in der Superbike-WM. Nicky Hayden, Champion 2006, ist sich seiner schweren Aufgabe bei Honda bewusst.

Wer den ehemaligen MotoGP-Weltmeister Nicky Hayden bei seinen ersten beiden Superbike-Tests in Aragón und Jerez erlebt hat, der sah einen hoch konzentrierten Rennfahrer, der sich nichts auf Erreichtes einbildet oder sich gar auf Vorschusslorbeeren ausruht.

Für den Jerez-Test ließ Nicky Hayden ein zweites Motorrad aufbauen, um ein exakteres Testprogramm abzuspulen. Der US-Amerikaner experimentierte vor allem mit Änderungen der Geometrie an seiner Honda CBR1000RR. Nach jedem Run baute seine Crew Gabel und Dämpfer an das zweite Bike, um auszuschließen, dass die von Hayden erspürten Veränderungen nicht von anderen Fahrwerkselementen beeinflusst werden.

Der 34-Jährige hat schnell erkannt, dass die Trauben in der Superbike-WM hoch hängen, das Scheitern zahlreicher MotoGP-Piloten vor ihm ist ihm bewusst. SPEEDWEEK.com bat ihn zum Kurzinterview.

Nach zwei Tests: Wie gefällt dir die verglichen mit MotoGP viel kleinere Superbike-Welt?

Bislang habe ich mich noch nicht darum gekümmert, am Ende fahre ich Motorradrennen. Die Bikes sind anders, die Teams sind verschieden, ich will mich aber gar nicht mit den Unterschieden aufhalten. Ich muss Gas geben und so schnell wie möglich um die Strecke fahren.

Geht deine Rennsportphilosophie auf deine Anfangszeit auf den Dirt-Bikes zurück?

Ja, Rennen sind Rennen. Natürlich ist der Druck in einer Weltmeisterschaft höher, ich will die Dinge aber nicht verkomplizieren.

Du brauchst den Glamour von MotoGP und 50 Journalisten um dich herum nicht?

Zwei sind genug (lacht). Ich habe immer den Sport genossen, das Motorradfahren und die Arbeit mit dem Team.

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