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Ana Carrasco – ihr Weg zur SSP-300-Weltmeisterin

Von Kay Hettich
Ana Carrasco mit ihrem Mentor David Salom

Ana Carrasco mit ihrem Mentor David Salom

Es war ein dramatisches Rennen der Supersport-WM 300 in Magny-Cours. Dass sie als erste Frau eine Straßen-Weltmeisterschaft gewonnen hat, erfuhr Ana Carrasco von den Zuschauern.

Nach drei Jahren in der Moto3- und einer Saison in der spanischen Moto2 stieg Ana Carrasco 2017 in der neu gegründeten Supersport-WM 300 ein. Der Wechsel tat der schnellen Spanierin gut: Nach drei Top-10-Platzierungen holte die 21-Jährige beim Meeting in Portimão ihren ersten WM-Sieg.

Im Team vom ehemaligen Rennfahrer David Salom machte Carrasco 2018 weitere Fortschritte. Nach Platz 6 bei ihrem Heimrennen in Aragón und Platz 4 in Assen holte sich die flotte Lady mit dem Sieg in Imola die WM-Führung. Auch das Meeting in Donington Park gewann sie.

In der zweiten Rennhälfte konnte die Spanierin keine Top-3-Platzierung einfahren, doch als einzige der vier WM-Kandidaten (sie selbst, Scott Deroue, Mika Perez und Luca Grünwald) punktete sie in jedem Rennen. Carrasco holte 2018 neben zwei Siegen auch zwei Pole-Position und fuhr vier schnellste Rennrunden.

Die Titelentscheidung fiel beim Saisonfinale in Magny-Cours. Carrasco startete nur als 25. und hatte im Rennverlauf keine Chance auf eine vordere Platzierung. Je nach Konstellation war mal Deroue oder Perez Weltmeister, mal Carrasco. Bis letzten Runde war nicht klar, wer es geschafft hatte – nicht in Frage kamen Deroue, der mit Defekt ausschied, und Grünwald, der Sechster wurde.

Als 13. im Ziel erfuhr die Spanierin erst auf der Auslaufrunde, dass sie mit einem Punkt Vorsprung auf Perez erste Weltmeisterin im Motorrad-Straßenrennsport ist. «Dass ich Weltmeisterin bin, kann ich kaum glauben. Auf der Auslaufrunde wusste ich nicht, ob ich es geschafft habe und konnte auch nichts auf den Leinwänden erkennen. Ich habe es von den Zuschauern erfahren», sagte Carrasco. «Ich habe so hart gearbeitet, um bis hierher zu kommen. Ich widme diesen Titel meinem guten Freund Luis Salom, der leider nicht mehr unter uns weilt. Als er gestorben ist habe ich mir vorgenommen, meinen ersten Titel für ihn zu gewinnen.»

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