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Stephan Schott festigt «Dakar»-Position

Von Toni Hoffmann
Stephan Schott

Stephan Schott

Das Hanhart Team Stephan Schott/Holm Schmidt kann im Mini nach kontrollierter Fahrt Position am dritten Tag der Rallye Dakar festigen.

Nach dem ersten schweren Tag gestern, gingen es Stephan Schott und Holm Schmidt heute etwas ruhiger an. Mit dem 30. Platz in der Tageswertung festigten das Hanhart ALL4 Racing Mini Team seinen Platz in den Top 30 der Gesamtwertung nach dem dritten Tag.  

Das es sich beim Wüstenklassiker in Südamerika um eine Marathonveranstaltung handelt, verdeutlichte heute ein weiteres mal das hessische/sächsische Team von Stephan Schott und Holm Schmidt. Ohne ein überhöhtes Risiko einzugehen, spulten sie die heutige dritte Tagesetappe nach Chilecito ab und bewiesen dabei einmal mehr ihre taktischen Fertigkeiten.  

Die ersten Kilometer der dritten Tagesetappe waren geprägt von vielen ausgetrockneten Flussbetten mit hohen Böschungen und Abbruchkanten. Die Gefahr, sich dort einen Reifenschaden oder Defekte an der Aufhängung einzuhandeln bis hin zu fatalen Überschlägen, ist in solch einem Terrain besonders hoch. Die Devise – Langsamer ist manchmal schneller – stand für das Hanhart Team daher besonders im Fokus. Auch wenn Stephan Schott und Holm Schmidt anfangs 20 Plätze verloren, zahlte sich das langsamere Tempo zu Beginn der Prüfung später aus. Auf den folgenden Pistenabschnitten konnten sie wieder einige gestrandete Teams überholen und passierten letztendlich als 30. der Tageswertung die Ziellinie.  

Im Etappenziel von Chilecito bestätigt ein zufriedener und entspannter Stephan Schott noch einmal die heutige Fahrweise: «Wir fahren ohne Risiko unser eigenes Tempo. Da noch elf Tage vor uns liegen kann noch so viel passieren. Wir sind kontrolliert zügig unterwegs, was mit diesem MINI ja immer noch verdammt schnell ist. Mit dieser Einstellung konnten wir schon alle sechs Dakarausgaben hier in Südamerika erfolgreich beenden und bei der siebten wollen wir natürlich auch das Ziel erreichen.»   Den anfänglichen Zeitverlust auf der dritten Prüfung erklärt Holm Schmidt wie folgt: «Beim Durchqueren der Flussbetten schauten wir immer nach den saubersten Möglichkeiten. Da kann es auch schon mal passieren, dass wir eine etwas längere Strecke  benötigen. So summieren sich dann eben ein paar Meter und auf der Uhr stehen ein paar Minuten mehr. Dafür schonen wir aber bewusst die Technik. Bisher sind wir zumindest komplett ohne Probleme durchgekommen.»  

Auch am dritten Tag kam der Tagessieger aus dem x-raid Team. Wieder konnte Orlando Terranova den Tagessieg einfahren, diesmal ohne zusätzliche Hilfe am grünen Tisch. Im Gesamtklassement führt aber weiterhin Nasser al-Attiyah aus dem x-raid Team. Stephan Schott und Holm Schmidt büßten bei ihrer kontrollierten Fahrt am heutigen Tag ein paar Minuten aber nur zwei Plätze ein und rangieren auf dem 27. Gesamtplatz. Sie haben aktuell 1:47:38 Stunde Rückstand auf den führenden Mann aus Katar.  

Tag vier bringt den Tross der verbliebenen knapp 100 Autos nach Chile. Nach einer fast 600 Kilometer langen Überführung, bei der die Anden in einer Höhe von 4.726 Metern überquert werden müssen, folgen noch einmal 315 Wertungskilometer. Diese werden auf den ersten knapp 200 Kilometer noch durch die westlichen Ausläufer der Anden auf steilen und steinigen Gebirgspfaden bis auf 3.000 Meter Höhe ausgefahren. Die letzten 120 Kilometer bis zum Etappenziel in Copiapó führen dagegen schon einmal durch die gefürchtete Atacama-Wüste mit Sand, Dünen und Kamelgras.  

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