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Heerenveen: Niederländischer Doppelsieg – ohne Iwema

Von Manuel Wüst
Sieger Sebastian Reitsma war in einem Vorlauf gestürzt

Sieger Sebastian Reitsma war in einem Vorlauf gestürzt

Wie im Vorjahr belegten beim Roelof-Thijs-Pokal in Heerenveen zwei Niederländer die beiden vorderen Plätze und gaben dem heimischen Eisspeedway-Publikum am Freitagabend viel Grund zum Jubeln.

Das Rennen um den Roelof-Thijs-Pokal in Heerenveen war der Auftakt ins letzte Eisspeedway-Wochenende der Saison. Aus dem WM-Feld, das am Samstag und Sonntag um die letzten Punkte der Saison kämpfen wird, waren die beiden Niederländer Jasper Iwema und Sebastian Reitsma mit am Start, der Erstgenannte sorgte gleich im ersten Lauf für eine Schrecksekunde unter den Fans. Iwema konnte sich nach dem Start die Führung schnappen, stürzte aber in der dritten Runde wegen eines Plattfußes in die Bahnbegrenzung und konnte das Rennen nicht fortsetzen, nachdem er sich den Kopf hart angeschlagen hatte. Körperlich blieb Iwema bei seinem Sturz zwar unversehrt, doch vor seinem Einsatz im Grand Prix am Samstag muss er noch einmal beim Rennarzt vorstellig werden.

Die große Überraschung des Abends war der wackere Melwin Björklin, der beherzte Fahrten aufs Eis legte und die Vorläufe ungeschlagen abschloss. Mit dem Schweden zog Reitsma trotz eines Sturzes in seinem letzten Lauf mit elf Zählern direkt ins Finale ein, während die letzten beiden Finalisten im Last-Chance-Heat ermittelt wurden.

In diesem fanden sich neben dem ebenfalls in den Vorläufen gestürzten Jo Saetre auch Niek Schaap, Leon Kramer und Franz Mayerbüchler wieder. Mayerbüchler hatte mit einem Sieg im 20. Lauf den Einzug in den Last-Chance-Heat perfekt gemacht und lieferte sich mit dem Norweger Saetre hinter dem führenden Kramer einen spannenden Zweikampf. Während Saetre die schnelle äußere Linie bevorzugte, attackierte der Inzeller konstant innen, fand aber keinen Weg vorbei. «Ich bin zufrieden, dass ich den Last-Chance-Heat erreicht habe. In dem wäre ein Ticken mehr drin gewesen», lautete Mayerbüchlers Fazit. «Ich hätte die innere Linie perfekt erwischen müssen, dann hätte es reichen können, um Saetre einzuholen.»

Im Finale konnte Saetre auf der Außenlinie den Start gewinnen und die Führung übernehmen, doch der schwedische Eisspeedway-Rookie Björklin fuhr unerschrocken am Norweger vorbei, ehe er in der zweiten Runde in der Startkurve stürzte und ausgeschlossen wurde. Im Re-Run machte Saetre erneut die Pace am Start, doch Reitsma kam vorbei. Der in Schweden lebende Niederländer Leon Kramer kam in der dritten Runde auch noch an Saetre vorbei und machte damit den niederländischen Doppelsieg perfekt.

Reinhard Greisel, als zweiter Deutscher im Feld, konnte neun Punkte erzielen und verpasste mit dem punktgleichen Briten Paul Cooper den Last-Chance-Heat.

Ergebnisse Roelof-Thijs-Pokal Heerenveen/NL:

1. Sebastian Reitsma (NL), 11 Vorlaufpunkte
2. Leon Kramer (NL), 11
3. Jo Saetre (N), 11
4. Melwin Björklin (S), 15
5. Franz Mayerbüchler (D), 11
6. Niek Schaap (NL), 10
7. Paul Cooper (GB), 9
8. Reinhard Greisel (D), 9
9. Robin Häggström (S), 7
10. Michal Knapp (PL), 6
11. Eero Jaakkola (FIN), 5
12. David Lizak (CZ), 4
13. Robert Irving (GB), 3
14. Annica Karlsson (S), 3
15. Tim Dixon (GB), 2
16. Jasper Iwema (NL), 0

Last-Chance-Heat: 1. Leon Kramer, 2. Jo Saetre, 3. Franz Mayerbüchler, 4. Niek Schaap

Finale: 1. Sebastian Reitsma, 2. Leon Kramer, 3. Jo Saetre, 4. Melwin Björklin

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