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Eis-GP-Togliatti: Zorn und Bauer im Halbfinale

Von Jan Sievers
Beim Auftaktlauf zum Eisspeedway-Grand-Prix in Togliatti gaben die Russen den Ton an. Bei zweistelligen Minus-Temperaturen waren Franz Zorn und Günther Bauer die besten Westeuropäer und kamen bis ins Semifinale.

Mit dem ersten von 10 GP-Läufen wurde die Eisspeedway-Weltmeisterschaft in Togliatti eröffnet. Im Stroitel-Stadion machten die Top-4 der Weltmeisterschaft von 2016 das Rennen unter sich aus. Franz Zorn war nah an dem Russen-Quartett dran und wurde Fünfter. Günther Bauer fuhr den besten Auftakt-GP seit Jahren und kam trotz kapitalem Motorschaden bis ins Halbfinale.

Das Finale war eine rein russische Angelegenheit, das Vizeweltmeister Dmitry Koltakov vor Weltmeister Dmitry Khomitsevich für sich entscheiden konnte. Die beiden Lokalmatadoren, Ex-Weltmeister Daniil Ivanov und der Russische Vizemeister Igor Kononov, landeten auf den Plätzen. Da sich die Top-4 in den Vor- und Semifinalläufen die Punkte gegenseitig wegnahmen, trennen sie in der WM-Wertung nur wenige Punkte. Da jeder Laufpunkt zählt, teilen sich GP-Sieger Koltakov und Khomitsevich die WM-Führung. Ivanov als Mann der Vorrunde liegt nur einen Punkt hinter den Führenden vor Kononov.

Auf Platz 5 folgte Franz Zorn, der sich im Rennen nur den Finalisten geschlagen geben musste. Der Saalfeldener holte aus den Vorläufen starke elf Punkte und konnte dabei den russischen Newcomer Dinar Valeev und Wildcard Nikita Toloknov bezwingen. Im Semifinale musste er gegen Koltakov und Khomitsevich ran und schied als Dritter aus.

Im selben Halbfinale war auch für Günther Bauer das Rennen beendet, für den dieses alles andere als schön begann. Im Auftaktlauf duellierte er sich mit  Weltmeister Khomitsevich, als ihm sein bester Motor in die Luft ging, was durch einen lauten Knall und ein zerfetztes Kurbelgehäuse deutlich wurde. Die sicher geglaubten Punkte waren neben dem besten Antriebsaggregat dahin. Bauer, der sich in der besten Form seit Jahren befindet, ließ sich dadurch nicht beirren, holte noch einen Laufsieg und insgesamt sieben Punkte, die ihn bis ins Semi brachten.

Der Deutsche Vizemeister Max Niedermaier fuhr ein solides Rennen und holte mit vier Punkten einen mehr als Harald Simon, der das Rennen auf Platz 13 beendete. Für den dritten Deutschen im Bunde lief nichts zusammen. Hans Weber hatte nach Problemen mit dem russischen Zoll das Training verpasst, holte nur einen Punkt und wurde Letzter.

Am Sonntag findet in Togliatti der zweite GP-Lauf statt.

Ergebnisse Eissspeedway-Grand-Prix 1 Togliatti/RUS:

1. Dmitry Koltakov (RUS) 18 Punkte
2. Dmitry Khomitsevich (RUS) 18 
3. Daniil Ivanov (RUS) 17 
4. Igor Kononov (RUS) 15 
5. Franz Zorn (A) 12 
6. Dinar Valeev (RUS) 12 
7. Nikita Toloknov (RUS) 9 
8. Günther Bauer (D) 7 
9. Jimmy Olsen (S) 7 
10. Stefan Svensson (S) 6 
11. Ove Ledström (S) 4 
12. Max Niedermaier (D) 4 
13. Harald Simon (A) 3 
14. Niclas Svensson (S) 2 
15. Jan Klatovsky (CZ) 2 
16. Hans Weber (D) 1 
17. Mikhail Litvinov (RUS) 0

Semifinale 1: 1. Kononov, 2. Ivanov, 3. Valeev, 4. Toloknov.

Semifinale 2: 1. Khomitsevich, 2. Koltakov, 3. Zorn, 4. Bauer.

Finale: 1. Koltakov, 2. Khomitsevich, 3. Ivanov, 4. Kononov.

Das Ergebnis entspricht dem WM-Stand.

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