Formel 1: Verstappen über das neue Auto

Ayao Komatsu: Warum Haas so langsam ist

Von Silja Rulle
Oliver Bearman am zweiten Testtag auf dem Weg von der Box in Richtung Strecke

Oliver Bearman am zweiten Testtag auf dem Weg von der Box in Richtung Strecke

Wer sich die ersten Rundenzeiten der Wintertests in Bahrain anschaut, stellt fest: Haas hängt komplett hinterher. Doch hinter diesen Zeiten steckt eine Strategie, wie der Chef erklärt – und die Konkurrenz vermutet..

Neue Saison, alles neu. Und ein vergleichsweise laaaangsamer Start!

Das Haas-Team geht 2025 mit einer komplett neuen Fahrerpaarung an den Start: Esteban Ocon und Oliver Bearman statt Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen. Für Rookie Bearman ist sogar die Formel 1 selbst noch recht neu. Der junge Brite fuhr im Vorjahr lediglich drei Grands Prix als Ersatzfahrer. 

Die Rundenzeiten der Haas-Piloten wirken bislang ernüchternd. Doch dahinter steckt Strategie, wie der Chef verrät.

Haas-Teamchef Ayao Komatsu erklärt: «Wir konzentrieren uns nur darauf, die Kilometer reinzubekommen. Wir haben zwei neue Fahrer und einige Veränderungen bei den Ingenieuren. Wir konzentrieren uns also voll auf die Kommunikation und das Management des Rennwochenendes.» Neben den Fahrern sind nämlich mit der Deutschen Laura Müller und Ronan O’Hare auch zwei neue Renningenieure im Einsatz.

Komatsu: «Es läuft ziemlich gut. Wir wussten, dass es die große Herausforderung wird, eine Sprache zu sprechen und klar zu kommunizieren, auch mit den neuen Fahrern. Wir wussten, dass das schwierig wird und haben uns gut darauf vorbereitet. Das zahlt sich aus. Es läuft ziemlich gut.»

Der Fokus liegt also komplett auf dem Einspielen und Kennenlernen. Vermutlich fährt Haas mit vollem Tank, also entsprechend mit einem schwereren und gleichzeitig langsameren Auto. Die Konkurrenz vermutet genau das – Williams-Teamchef James Vowles scherzte sogar schon, bei Haas habe man den gesamten eigenen Sprint und den von Ferrari im Auto. 

Schon im Vorjahr hatte Haas vergleichsweise langsame Testrunden gedreht und damit den einen oder anderen an der Nase herumgeführt – in der Saison dann aber die positive Performance-Überraschung bei gleichen Bedingungen mit der Konkurrenz geliefert.

Mit Oliver Bearman, Isack Hadjar, Kimi Antonelli, Jack Doohan und Gabriel Bortoleto sind in dieser Saison fünf komplette Formel-1-Neulinge dabei. Red Bull Racing-Pilot Liam Lawson geht auch in seine erste volle Formel-1-Saison. Ist 2025 das Jahr der Rookies?

Komatsu: «Ich weiß nicht, ob es das Jahr der Rookies ist, aber es war so, dass ein junger, spannender Rookie wie Ollie Bearman verfügbar war. Von seinem Einsatz 2023 in Mexiko für uns war es klar, dass er riesiges Potenzial hat. Und dann hat man letztes Jahr auch noch gesehen, was er geleistet hat. Es ist also einfach zu diesem Timing gekommen. Es ist toll, dass er auch andere Rookies hat, mit denen er sich messen kann. Er ist in seiner Einstellung sehr positiv, motiviert die Leute.»

Bahrain-Wintertest, Donnerstag, 27. Februar

01. Carlos Sainz (E), Williams, 1:29,348 min (127)
02. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:29,379 (45)
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:29,431 (83)
04. George Russell (GB), Mercedes, 1:29,778 (71)
05. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:29,784 (87)
06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:30,229 (57)
07. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, 1:30,252 (91)
08. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:30,368 (80)
09. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:30,430 (40)
10. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:30,675 (94)
11. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:30,700 (45)
12. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:30,793 (46)
13. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:30,821 (44)
14. Lando Norris (GB), McLaren, 1:30,882 (77)
15. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:31,057 (80)
16. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:31,457 (56)
17. Esteban Ocon (F), Haas, 1:33.071 (69)
18. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:34,372 (66)

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