MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Olivier Panis zu Bianchi: «Wieso immer erst Unfall?»

Von Mathias Brunner
Olivier Panis ist nicht zufrieden

Olivier Panis ist nicht zufrieden

Der frühere Formel-1-Fahrer Olivier Panis (48) erhebt nach dem Unfall von Jules Bianchi schwere Vorwürfe: «Wieso muss in der Formel 1 immer etwas Schlimmes passieren, bis gehandelt wird?»

Olivier Panis weiss, wovon er spricht, wenn es um schwere Formel-1-Unfälle geht. Der Franzose aus Grenoble ist im GP-Sport zwischen Brasilien 1994 und Japan 2004 insgesamt 158 WM-Läufe alt geworden. Seine Karriere wurde in jäh unterbrochen, als er in der WM so gut unterwegs war wie nie zuvor: Im Juni 1997 zog sich Panis bei einem schweren Unfall im Grossen Preis von Kanada Brüche an beiden Beinen zu und musste sieben Rennen lang pausieren. Bis zu diesem GP lag Panis auf dem dritten Platz der Fahrerwertung und fuhr in Brasilien und Spanien jeweils aufs Podest. Beim Luxemburg-GP auf dem Nürburgring feierte der Prost-Pilot mit einem sechsten Platz ein starkes Comeback, konnte an seine gute Form jedoch nicht mehr anknüpfen.

Mit den Ärzten in Montreal pflegt Panis bis heute ein überaus freundschaftliches Verhältnis: Jahrelang waren sie nach dem Unfall beim beliebten Stadt-GP jeweils seine Gäste.

Panis ist vom schweren Unfall von Jules Bianchi schockiert und schimpft: «Ein Kranwagen direkt neben der Bahn, das ist einfach gottsjämmerlich! Seit vielen Jahren sprechen wir davon, dass dies eine wahnsinnig gefährliche Situation ist, aber bislang sind wir immer an einer Katastrophe vorbei geschrammt. Nun hat es Jules getroffen. Wieso muss in der Formel 1 immer zuerst etwas Schlimmes passieren, bis gehandelt wird? Ich finde das sehr schade.»

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