MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Barry Baltus: Warum er auch in Jerez zuschauen muss

Von Günther Wiesinger
Barry Baltus mit Florian Prüstel

Barry Baltus mit Florian Prüstel

Das Prüstel-GP-Team hoffte, Barry Baltus könne die ganze Moto3-WM 2020 bestreiten. Dann wurde klar, er muss bei vier Grand Prix zuschauen. Aber selbst beim Jerez-GP wird ihm die Teilnahme nicht erlaubt.

Das deutsche PrüstelGP-KTM-Moto3-Team hat sich mit der Verpflichtung des erst 15-jährigen Belgiers Barry Baltus für die Moto3-WM 2020 einige Scherereien eingehandelt. Denn der Nachwuchsfahrer wird erst am 3. Mai 16 Jahre alt, das ist das Mindesthalter für die kleinste GP-Klasse.

Als der Vertrag mit Baltus beim Aragón-GP Ende September besiegelt wurde, war Teammanager Florian Prüstel der Ansicht, Baltus werde die CEV Repsol- Junioren-WM gewinnen. Dann hätte er wie einst Fabio Quartararo vor dem 16. Geburtstag in der Moto3-WM fahren können. 2018 wurde dieses Privileg auch auf den Gewinner des Red Bull Rookies-Cups ausgedehnt. Can Öncü konnte deshalb bereits 2018 in Valencia in der WM debütieren, obwohl er erst im Juli 2019 16 Jahre alt wurde.

Doch Barry Baltus, 2019 nebenbei auch Zwölfter (mit einem Podestplatz) im Red Bull Rookies-Cup, fiel in der Junioren-WM auf dem vierten Gesamtrang zurück. In der Zwischenzeit ist Prüstel klar geworden, dass für die ersten Moto3-Grand Prix 2019 ein Ersatzfahrer engagiert werden muss. Gestern wurde Kandidat Dirk Geiger bestätigt. Für vier Rennen.

Aber wer einen kurzen Blick auf das Reglement wirft, und dazu wäre bei Prüstel inzwischen drei Monate lang Zeit gewesen, der erkennt: Baltus darf auch in Jerez nicht am WM-Lauf nicht teilnehmen.

Denn er hat zwar am Renntag Geburtstag, darf aber vorher nicht an einem offiziellen GP-Training teilnehmen. Selbst ein Meister wie Márquez oder Rossi könnte nicht einfach am Sonntag erscheinen – und dann gegen die Kollegen um die Wette fahren. Also fällt Baltus für den GP von Spanien aus.

«Wir wissen noch nicht, ob wir in Jerez Barry Baltus oder Dirk Geiger fahren lassen», stellte Florian Prüstel jedoch am Sonntag auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com fest.

Die Teamvereinigung IRTA ist gemeinsam mit WM-Promoter Dorna für die Annahme der Nennungen verantwortlich. Der Fall Baltus war bereits ein Thema beim Selektions-Komitee.

«Es ist nicht erlaubt, dass Barry Baltus am 3. Mai 2020 einen Moto3-WM-Lauf bestreitet», hielt Race Director Mike Webb gegenüber SPEEDWEEK.com fest. «Er müsste in der Lage sein, sich zu qualifizieren. Aber er darf vor dem Sonntag nicht auf die Strecke. Deshalb wird ihm die Teilnahme am Jerez-GP nicht erlaubt werden.»

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