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Kiefer Racing: 2014 auch Spanische Meisterschaft?

Von Jordi Gutiérrez
Moto3-Teambesitzer Stefan Kiefer nutzte den Lauf der Spanischen Meisterschaft in Albacete, um sich ein Bild von den Anforderungen für einen möglichen Einstieg in die Meisterschaft zu machen.

Das Team Kiefer Racing tritt derzeit mit Toni Finsterbusch und Florian Alt in der Moto3-WM an. Die beiden Deutschen erleben 2013 eine sehr durchwachsene Saison und konnten bisher keine WM-Punkte sammeln. Teamchef Stefan Kiefer reiste vor dem Misano-GP nach Albacete und beobachtete dort die Talente der Spanischen Meisterschaft. Im Interview mit SPEEDWEEK.com verriet er, dass ein Einsatz des Kiefer-Teams in der CEV 2014 möglich ist.

Stefan, was ist der Grund für deinen Besuch hier in Albacete?

«Wir überlegen, im nächsten Jahr auch in der Spanischen Meisterschaft tätig zu sein, sei es in der Moto3- oder Moto2-Klasse. Es ist definitiv so, dass hier die stärkste Konkurrenz nach der MotoGP-WM herrscht und es ist angebracht, dass man als WM-Team hier Zugriff auf junge und schnelle Fahrer erhält. Ein Engagement hier könnte 2014 parallel zum WM-Einsatz stattfinden.»

Ist es auch vorgesehen, dass man WM-Fahrer in der CEV einsetzt, um ihnen mehr Fahrpraxis zu ermöglichen?

«Das ist möglich, das wird jedoch wenn überhaupt erst gegen Ende der WM-Saison möglich sein, wenn die letzten beiden CEV-Läufe in Valencia und Jerez stattfinden.»

Es gab hier Gespräche mit der Dorna. Sind die Pläne bereits konkret?

«Nein, es ist noch nicht konkret. Ich bin das erste Mal in dieser Saison hier und war zuvor zwei oder drei Jahre nicht vor Ort bei der Spanischen Meisterschaft. Es sind derzeit noch Überlegungen, aber die Gedanken reifen in dieser Richtung.»

Welches Material würde verwendet werden? Greift man auf das letztjährige WM-Material zurück?

«Ja, wenn es Moto3 ist, dann wird man sicher auf das WM-Material zurückgreifen. Das wird in dieser Serie auch benötigt, denn das technische Niveau ist ziemlich hoch. Man braucht letztjähriges WM-Material um hier konkurrenzfähig zu sein.»

Es gibt Überlegungen, die Spanische Meisterschaft auf andere europäische Länder auszuweiten. Wurde dies im Gespräch mit der Dorna erwähnt?

«Ja. Ich glaube, es wird weiterhin eine Spanische Meisterschaft sein und die meisten Läufe werden in Spanien stattfinden. Doch es ist angedacht, zwei oder drei Rennen in Europa stattfinden zu lassen.»

Wie ist die Pre-Moto3-Klasse zu bewerten?

«Das ist eine meiner Meinung nach sehr interessante Klasse, die auch nach Deutschland gehört. Auch da sind Überlegungen im Moment aktuell, mit KTM oder Honda ein seriennahes Motorrad auf die Beine zu stellen, an dem technisch fast nichts gemacht werden darf. Die Preise pro Paket sollten bei 15.000 bis 20.000 Euro liegen. Das ist meiner Meinung nach eine ideale Vorstufe für die Spanische Meisterschaft, um schnelle Fahrer erst dorthin und dann in die Weltmeisterschaft zu holen. Die Pre-Moto3-Meisterschaft würde parallel zur Moto3-Klasse, in der Prototypen verwendet werden, im Rahmen der Spanischen Meisterschaft stattfinden.»

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