MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Johann Zarco (4.): Lieber ein Piano als ein Werksbike

Von Oliver Feldtweg
Johann Zarco

Johann Zarco

Den enttäuschenden Crash vom Heimspiel in Le Mans hat Johann Zarco längst verdaut. Nun will der Tech3-Yamaha-Pilot in Mugello ums Podest kämpfen. Am Trainingsfreitag war er der Viertschnellste.

Es dauerte nicht lange, bis Johann Zarco die bittere Pille von Le Mans verdaut hatte. In seinem Heimspiel musste er ein vorzeitiges Aus hinnehmen, weil er im Rennen stürzte. «Den Crash hatte ich schon am Abend nach dem Rennen verdaut», beteuert der Franzose in Mugello, wo er den Trainingsfreitag als Viertschnellster abschloss.

«Ganz sicher war das Ganze aber am Montag verdaut. Ich ging nach Hause und fuhr dann von dort nach Barcelona zum Test. Auf der Fahrt habe ich darüber nachgedacht und gemerkt, dass das Wochenende in Le Mans eigentlich gar nicht so schlecht gelaufen ist. Ich habe auch alle Gründe für meinen Sturz gefunden», erzählt der Tech3-Yamaha-Pilot rückblickend.

«Natürlich ist es schade um die WM-Punkte, aber dieser Crash hat mir sicherlich geholfen, in Zukunft noch besser zu werden – auch wenn ich natürlich nicht sagen kann, dass er positiv war. Ich habe das Ganze aber nun abgeschlossen und habe mein Lächeln auch wiedergefunden», fügt Zarco an.

Der aktuelle WM-Dritte lässt sich auch nicht von den Gerüchten beirren, Jorge Lorenzo könnte im nächsten Jahr eine Werksmaschine von Yamaha bekommen – ein Privileg, das ihm verwehrt wurde. Auf die Frage, ob ihn dies enttäuschte, winkt er ab: «Das kümmert mich nicht, denn ich habe für das nächste Jahr nun eine Herausforderung mit KTM, auf die ich mich konzentriere.»

«Klar, ich lebe auch im Hier und Jetzt, deshalb will ich auch mit der Yamaha noch gewinnen», fügt Zarco eilends an. «Denn auf diesem Bike fühle ich mich im Moment sehr wohl.» Und er scherzt: «Ich muss auch gewinnen, weil ich ein Piano von Yamaha will. Ich brauche keine Werksmaschine, ich will nur ein Klavier – und das ist ja auch viel günstiger.»

Für den Italien-GP hat sich der ehrgeizige 27-Jährige aus Cannes viel vorgenommen: «Ich hoffe sehr, dass ich um einen Podestplatz kämpfen kann. Die lange Gerade ist natürlich schwierig, da kommt es ganz auf die Power an. Aber sonst folgt eigentlich nur Kurve auf Kurve. Und wenn die Yamaha da stark ist, dann kann sie über eine ganze Runde vielleicht sogar im Vorteil sein. Vielleicht ist das nur Wunschdenken, wir werden am Sonntag sehen, wie die Realität aussehen wird. Ich werde auf jeden Fall versuchen, das Wochenende und mein gutes Feeling fürs Bike zu geniessen, dann sollte ich auch in Reichweite der Podestplätze bleiben.»

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