MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Davide Brivio (Suzuki): «Das betrifft die ganze Welt»

Von Maximilian Wendl
Davide Brivio sorgt sich in diesen Tagen nicht um den Motorsport

Davide Brivio sorgt sich in diesen Tagen nicht um den Motorsport

Der Teamchef von Suzuki Ecstar MotoGP wählt dramatische Worte angesichts der Ausbreitung des Coronavirus. Der Sport müsse zurückstecken, die Gesundheit habe oberste Priorität.

Ursprünglich würde sich Davide Brivio gerade auf das MotoGP-Wochenende in Thailand vorbereiten, aber die Pläne sind nach der unvermeidlichen Ausbreitung des Coronavirus Geschichte. Für den Teammanager des Suzuki Ecstar MotoGP-Teams bedeutet das, er muss umdenken: «Das ist eine schwierige Situation, aber wir wissen alle, dass die Gesundheit der Menschen und deren Sicherheit höchste Priorität genießen. Die Sportwelt litt noch nie unter solch einer Situation. In gewisser Weise lässt mich die Lage beinahe an einen Weltkrieg denken, der dafür verantwortlich ist, dass alles stillsteht.»

Grand-Prix-Absagen oder kurzfristige Verschiebungen hat Brivio zwar schon durchgestanden, aber damals seien es andere Gegebenheiten gewesen. Er habe die Wirtschaftskrise im Jahr 2008 erlebt und auch die Absage des Großen Preis in Silverstone 2018. Dieser war wegen einer extremen Wetterlage abgesagt worden. «Das ist eine neue Situation. Jetzt betrifft es die ganze Welt. Niemand hat Erfahrung damit», sagt der Italiener.

Zu Beginn des Ausbruchs der Pandemie habe er Schwierigkeiten gehabt, mit den Umständen umzugehen. Inzwischen sei die Lage klarer, obwohl sich immer noch viele Dinge in kürzester Zeit ändern könnten.

Als Teammanager muss Brivio aber auch den wirtschaftlichen Aspekt berücksichtigen. Er sagt: «Die komplette Wirtschaft ist von dieser Situation betroffen und ich denke, dass es unserer Firma nicht anders geht. Wenn wir die Saison absolvieren können, dann wird der finanzielle Einfluss geringer sein, aber wenn wir weitere Rennen absagen müssen, dann verlieren auch die Organisatoren und Veranstalter.» Auch deswegen hofft er, dass die Motoren möglichst bald wieder ertönen.

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