MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Alex Marquez: «Wir haben die richtigen Werkzeuge»

Von Thomas Kuttruf
Frontmann bei Gresini Racing: Alex Marquez

Frontmann bei Gresini Racing: Alex Marquez

Wer dachte, nach dem Weggang von MotoGP-Superheld Marc Marquez würde Gresini Racing in der Versenkung verschwinden, der sah sich bislang getäuscht. Alex Marquez begeisterte bei allen Wintertests. Druck spürt er keinen.

Gresini Racing hatte in den letzten Wochen reichlich Schlagzeilen geliefert. Zunächst überzeugte Rookie Fermin Aldeguer mit einer starken Aufwärmphase als MotoGP-Pilot. Der Spanier, der den Titel des jüngsten MotoGP-Athleten für 2025 von Pedro Acosta übernommen hatte, fand sich in jeder Hinsicht gut zurecht. Während der Vorsaison fuhr der Youngster schnell im Mittelfeld.

Ganz vorne hielt sich zumeist Alex Marquez auf. Dessen erster Platz nach dem ersten Testtag in Catalunya schien noch der Lockerheit beim Erstkontakt mit der GP24 geschuldet, doch auch die XL-Testsession in Sepang beendete der jüngere der Marquez an der Spitze. Der größte Vorteil des Spaniers bei Gresini: Während die Werksmannschaft lange experimentierte, um das beste Paket für 2025 zu finden, stand für Alex Marquez vom ersten Meter an ein fix definiertes Bike parat.

Alex Marquez bestätigte in Buriram am Tag vor dem Zeittraining der Rennsaison: «Für mich ging das gute Gefühl schon mit Tag 1 in Barcelona los – und das haben wir uns bis heute zum Start der neuen Saison erhalten. Ich habe von Ducati Corse ein Bike erhalten, das mir die Dinge erlaubt zu tun, die ich bislang nicht machen, oder zumindest nicht in diesem Tempo machen konnte.»

Um präziser zu sein: «Ich hatte im Vorfeld darauf gehofft, dass die GP24 am Kurveneingang den Unterschied macht, und genau das ist eingetreten. Diese Erleichterung gab sofort das richtige Gefühl und hat mir auch viel Druck genommen.»

Was sich für das gesamte Team sagen lässt, so der bestens vorbereitete Alex Marquez: «Die Stimmung im Team ist auch dieses Jahr außergewöhnlich. Die Leidenschaft, die Gresini Racing 2024 getragen hat, ist ungebrochen und wir sind uns zusammen bewusst, nun alle Werkzeuge bei uns zu haben, die es braucht, um Erfolg zu haben.»

«Aber der Punkt ist: Jetzt haben auch fünf andere Piloten dieses sehr gute Motorrad. Und wir reden nicht von irgendwelchen Piloten. Sie alle sind sehr schnell. Für uns gilt es jetzt in den ersten fünf, sechs Rennen, darum zu verstehen, wo wir genau liegen, und dabei die Ruhe zu bewahren. Ich bevorzuge es zum jetzigen Zeitpunkt, die Erwartungen etwas niedriger zu halten. Ich möchte vermeiden, dass mir das passiert, was 2024 war: Ich hatte sehr hohe Erwartungen und konnte diese nicht erfüllen. Jetzt wollen wir es besser machen.», so «AM73» am Donnerstag im Fahrerlager von Buriram.

Ab morgen geht es für Alex Marquez und Fermin Aldeguer in adaptiertem Design auf die Piste. Erst vor wenigen Tagen gelang es mit der Online-Plattform BK8 News, den erhofften Titelsponsor zu präsentieren. Das markante Blau bleibt aber auch 2025 das Erkennungszeichen des Teams aus Faenza.

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Razgatlioglu zu Honda: Das wäre ein Paukenschlag!

Von Ivo Schützbach
In der MotoGP- und Superbike-WM kriecht Honda langsam aus der Versenkung und sorgte zuletzt für Achtungserfolge in beiden Klassen. Könnte Toprak Razgatlioglu auch für die Japaner zum Heilsbringer werden?
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Do. 03.04., 23:45, Hamburg 1
    car port
  • Fr. 04.04., 00:30, Motorvision TV
    EMX Quad European Championship
  • Fr. 04.04., 01:00, Motorvision TV
    Australian Drag Racing Championship
  • Fr. 04.04., 03:45, Hamburg 1
    car port
  • Fr. 04.04., 04:00, Motorvision TV
    On Tour
  • Fr. 04.04., 04:20, ORF 1
    Formel 1: Großer Preis von Japan
  • Fr. 04.04., 05:10, Motorvision TV
    US Pro Pulling
  • Fr. 04.04., 05:35, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Fr. 04.04., 05:45, Hamburg 1
    car port
  • Fr. 04.04., 06:00, Motorvision TV
    Australian Motocross Championship
» zum TV-Programm
6.89 24030830 C0304212012 | 5