KTM-Ass Pedro Acosta: «Willkommen in der Realität»
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Voller Vorfreude: KTM-Ass Pedro Acosta
Fast überschwänglich sprang KTM-Youngster Pedro Acosta am Tag vor der ersten Session des Thailand-GP vor die Aufnahmegeräte der Medien. Wie kaum ein anderer Athlet versprüht Pedro Acosta ungefilterte Vorfreude auf die anstehenden ersten Rennen. Fragen an den 20-Jährigen aus Racer erübrigten sich. Acosta: «Leute, es ist so schön, hier zu sein. Es macht einen sehr großen Unterschied, ob wir über Tests oder Trainings im Winter reden. Jetzt sind wir wieder zurück in der Realität eines Rennwochenendes. Es ist schön zu erleben, wie das Leben zurück ist, das Fahrerlager wieder voll mit Menschen.»
Acosta weiter: «Ich bin aufgeladen. Ich habe zwar auch die Vorbereitungen genossen, aber jetzt geht es um die Rennen und wir tauchen wieder in einen ganzen Modus ein. Wir müssen uns auch wieder an einen anderen Zeitplan gewöhnen, wir können uns nicht aussuchen, wann wir richtig Gas geben. Bereits Freitagnachmittag gilt es, gut dazustehen, denn im Quali bleibt dann nur sehr wenig Zeit. Aber ich freue mich extrem, dass es jetzt wieder losgeht.»
Bei allem Enthusiasmus bemüht sich der Red-Bull-KTM-Athlet um Ruhe und Ausgeglichenheit: «Fakt ist, der Schlüssel zu allem ist die Konstanz auf ganz hohem Niveau. Wir haben alle gesehen, wie Jorge letztes Jahr den Titel geholt hat. So geht es. Ich meine, natürlich will ich an jedem Wochenende ganz vorne fahren, aber wir müssen ruhig bleiben und versuchen, diese Stabilität zu erreichen.»
Zur Erinnerung: Genau dieser Mangel an Gleichmäßigkeit brachte den wilden Spanier 2024 aus dem Tritt. Nach einem sehr starken ersten Teil der Saison sammelte Acosta viele Stürze und verlor dadurch den Anschluss an die Spitze. Oft schon betonte das Supertalent, hier liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit für 2025.
Um sich in diesem Bereich zu verbessern, adaptierte der Spanier auch seine Saisonvorbereitung. Acosta verriet in Buriram, erstmals auch die Dienste eines Mentaltrainers in Anspruch zu nehmen: «Für meine zweite Saison ging es auch darum, mehr Ruhe im Kopf zu finden und an die richtigen Dinge zu denken. In meinem Umfeld gab es da eine Person, die mich stark unterstützt hat, mir Rückhalt gegeben hat, und wir haben zusammen an diesen Themen gearbeitet.»
Fakt ist: Bei den Wintertests beeindruckte Pedro Acosta mit disziplinierter Testarbeit. Trotz kleinerer Probleme und einer heftigen Erkältung lieferte der Spanier konstant schnelle Zeiten. Die finale Testsession hatte Acosta mit nur 0,278 s Rückstand als Vierter – vor Pecco Bagnaia – abgeschlossen. An Thailand hat Acosta gute Erinnerungen. Erst vor 12 Wochen beendete er den GP auf Platz 3.