MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Stefan Bradl: «Ich habe ein bisschen gezittert»

Von Günther Wiesinger
Stefan Bradl in der LCR-Box

Stefan Bradl in der LCR-Box

Nur die ersten zehn der Gesamtwertung nach drei freien Trainings sind für das neue Qualifying 2 gesetzt. Stefan Bradl gelang eine Punktlandung.

Das LCR-Honda-Team und Stefan Bradl haben nicht erwartet, dass der Vorstoss in das neue Qualifying 2 (Q2) schon beim ersten Grand Prix der Saison mit so viel Herzklopfen verbunden sein würde. Nur die ersten zehn steigen direkt auf. Der Rest bekommt im 15-Minuten langen Q1 eine zweite Chance, aber nur die besten zwei dürfen dann in Q1 um die besten zwölf Startplätze fighten. Der Bayer liess Pramac-Ducati-Pilot Andrea Iannone (Platz 11) nur um 0,185 Sekunden hinter sich.
 

«Wir haben fürs dritte Training anscheinend zu viel Gewicht aufs Vorderrad geladen», mutmasste Bradl. «Die Balance hat nicht gestimmt. Deshalb bin ich nur 0,273 Sekunden schneller geworden. Die 1:57,2 min im ersten Freitag-Training bin ich mit 20 Runden alten Reifen gefahren, und mit den neuen im dritten freien Training war ich mit Biegen und Brechen nur 0,2 sec schneller. Normal steigere ich mich damit um 0,5 sec. Das war nicht zufriedenstellend. Aber mit diesem Set-up ging es nicht schneller. Vielleicht waren wir auch vorne in der Dämpfung einen Tick zu weich. Ich hatte einige Slides am Vorderrad, weil der neue weiche Hinterreifen so viel Grip hatte, dass er den Vorderreifen ins Rutschen brachte. Ich habe gefühlt, dass ich am Limit bin. Und wegschmeissen wollte ich das Ding auch nicht. Leider Gottes ist es nur der zehnte Platz geworden. Ich wollte es nicht so spannend machen... Ich habe etwas gezittert, muss ich zugeben.»

LCR-Honda-Crew-Chief Christophe «Beefy» Bourguignon sass noch zwei Stunden nach dem Training in der Box vor dem Computer und grübelte über eine bessere Lösung für Samstag nach. «Im dritten Training haben wir ein anderes Set-up probiert, das nicht gut genug war, um mit den Spitzenpiloten mithalten zu können», war sich der Belgier bewusst. «Es kam einiges zusammen, was uns dann einen Streich gespielt hat. Stefan musste viel riskieren, um wenigstens in den Top-Ten zu bleiben. Gut, dass wir uns Q1 jetzt sparen können. Denn dort hätten wir einen neuen Reifen benützen müssen, den wir jetzt als Reserve für Q2 haben.»

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