Fix: MotoGP-Finale nicht in Valencia

Márquez gegen Lorenzo: Es fand keine Kollision statt!

Von Günther Wiesinger
Jorge Lorenzo (Yamaha) beklagte sich nach dem Sieg beim Catalunya-GP über einen Rammstoss von Marc Márquez, doch es hat offenbar gar keine Berührung stattgefunden.

Der Zwischenfall in der dritten Runde des MotoGP-Rennens auf dem Circuit de Catalunya wird noch länger für Gesprächsstoff sorgen.

Jorge Lorenzo, der jetzt erstmals in seiner Karriere vier MotoGP-WM-Läufe hintereinander gewonnen hat, goss bei den Gesprächen mit den Journalisten noch etwas Öl ins Feuer.

Er sprach zuerst von einem leichten Rammstoss von Marc Márquez, zwei Sätze später bezeichnete er die Berührung sogar als heftig.

Aber wer sich die Bilder genau anschaut und die TV-Aufzeichnungen studiert, der wird den Verdacht nie los, dass es gar nie zu einer Berührung der beiden Bikes gekommen ist.

Márquez hatte beim Anbremsen einen Slide am Hinterrad, weil das Hinterrad Bodenkontakt verlor, er wich deshalb geistesgegenwärtig nach rechts aus und raste dann mit einem horrenden Geschwindigkeitsüberschuss ins Kiesbett hinaus.

Jorge Lorenzo bekam zuerst gar nicht mit, wer ihn da beinahe abgeschossen hätte. «Ich sah aus dem Augenwinkel nicht einmal, welche Farbe das Motorrad hatte. Ich dachte zuerst, es sei eine Suzuki von Aleix oder Maverick», stellte der spätere Sieger fest.

Das ruhmreiche Repsol-Honda-Team kommt in diesem Jahr arg unter die Räder: Nur drei Podestplätze von 14 möglichen bisher, Movistar-Yamaha hingegen eroberte dank Rossi (sieben) und Lorenzo (vier) schon elf von 14 möglichen Podestplätzen.

Und: Titelverteidiger Marc Márquez liegt in der WM 69 Punkte hinter Rossi und 68 hinter Lorenzo. Und Tech3-Yamaha-Pilot Bradley Smith ist dem WM-Fünften Márquez bis auf einen Punkt auf den Pelz gerückt!

Übrigens: Der gestürzte Weltmeister Márquez versuchte nach dem Crash, das Rennen fortzusetzen. Aber der Schalthebel war im Kiesbett abgebrochen.

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