Superbike-WM: Toprak Razgatlioglu sieht schwarz

Toprak Razgatlioglu (Kawasaki): «Werde Erfolg haben!»

Von Kay Hettich
Toprak Razgatlioglu schlug sich in seinen ersten Superbike-Rennen ordentlich

Toprak Razgatlioglu schlug sich in seinen ersten Superbike-Rennen ordentlich

Toprak Razgatlioglu soll der Kenan Sofuoglu der Superbike-WM werden. Der junge Türke im Puccetti Kawasaki Team schlug sich bei seinem Renneinsatz auf Phillip Island ordentlich.

Als Superbike-Rookie muss Toprak Razgatlioglu viel neues lernen. Fahrwerk und Elektronik der Kawasaki ZX-10RR müssen gewissenhafter abgestimmt werden, die Gegner mit allen Wassern gewaschen. Dazu kommt das ungewohnte neue Format mit vier Trainings, zwei Superpole-Session und zwei Rennen.

Übrigens: Obwohl Razgatlioglu in der Superstock-1000-EM bisher nur auf europäischen Rennstrecken fuhr, war die Rennstrecke auf Phillip Island keineswegs Neuland für ihn. 2016 sprang der Schützling von Rekord-Supersport-Weltmeister Kenan Sofuoglu im Grillini Team kurzerhand für den verletzten Josh Hook ein, musste aber nach einem Sturz im zweiten Training ebenfalls angeschlagen aufgeben.

An seinem somit zweiten Rennwochenende in Australien lief es für Ratgatlioglu besser: Zwölfter am Freitag, Startplatz 9 in der Superpole und in den Rennen die Plätze 13 und 10 – für den Anfang nicht schlecht. «Mir fiel es nicht leicht, die Elektronik zu kapieren», gab der 21-Jährige zu. «Auch weil die Reifen so schnell verschlissen, konnte ich mich schlecht ans Bike anpassen. Es war hier auch das erste Mal, dass ich eine volle Renndistanz gefahren bin – bisher fuhr ich nie mehr als zwölf Runden.»

Das erste Rennwochenende hakt Razgatlioglu als Lehrstunde ab. «Das erste Rennen war nur eine bessere Trainingseinheit», erklärte der Türke. «Für das zweite Rennen hatte ich mir die Top-10 vorgenommen und das habe ich geschafft. Aber ich hatte weiter Probleme mit gebrauchten Reifen. Meine Gegner waren damit immer noch schnell unterwegs, ich habe aber immer mehr nachgelassen. Ich brauche mehr Zeit, um mich an das Bike zu gewöhnen – aber der Erfolg wird kommen!»

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