MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Alvaro Bautista (1.): «Rea wird ans Limit müssen»

Von Ivo Schützbach
WM-Leader Alvaro Bautista

WM-Leader Alvaro Bautista

Nach seinen drei Siegen in Australien stahl Ducati-Star Alvaro Bautista Superbike-Weltmeister Johnny Rea auch am ersten Tag in Thailand die Show. «In den Rennen wird es enger zugehen als in Australien», meint er.

Die Superbike-WM hat einen neuen Liebling. Alvaro Bautista überzeugt nicht nur mit schnellen Rundenzeiten und gewann die ersten drei Rennen des Jahres, der Spanier kommt mit seinem spitzbübischen Grinsen und seiner fröhlichen und offenen Art hervorragend an. Und er mischt den Zirkus gewaltig auf.

In Buriram begann Bautista, wie er in Australien aufhörte: als Schnellster der freien Trainings am Freitag! 0,298 sec nahm er mit seiner Ducati V4R dem zweitplatzierten Jonathan Rea (Kawasaki) und eine knappe halbe Sekunde dem Dritten Sandro Cortese (GRT Yamaha) ab.

«Habt ihr erwartet, dass ich hier langsam bin», fragte Bautista grinsend die Handvoll europäische Journalisten in Thailand. «Nicht wirklich, oder? Aber sicher, es ist eine andere Strecke, ich bin zum zweiten Mal hier. In FP1 war ich damit beschäftigt Referenzpunkte auszugucken und die richtige Linie zu finden. Wir mussten auch das Motorrad etwas anpassen, vor allem in den Sektoren 3 und 4 müssen wir besser werden. Die Schwachstelle des Bikes ist das Einlenkverhalten. In diesen Sektoren ist das aber wichtig. Wir haben Verbesserungen gefunden, aber nicht genügend. Unser Bike ist nicht in allen Bereichen perfekt.»

Der Spanier weiter: «Ich habe erwartet, dass ich ein ähnlich gutes Gefühl für das Motorrad wie in Australien habe. Klar geht es immer besser oder schlechter, grundsätzlich passt das Gefühl aber.»

Die Hauptrennen auf Phillip Island gewann Bautista mit 14,983 und 12,195 sec Vorsprung, im Sprintrennen blieb er 1,176 sec vor Jonathan Rea, der in allen drei Rennen Zweiter wurde.

«Jetzt ist mein Vorsprung auf Rea normal», unterstrich Bautista. «Was in den Rennen in Australien passierte, war außergewöhnlich. Ich hatte keinen solchen Vorsprung erwartet. Ich erwarte in Thailand Rennen wie das Sprintrennen in Australien – normale Rennen. Nicht ein Fahrer vorne, sondern Kämpfe. Das Sprintrennen wird auch nicht nur zwischen Jonathan und mir entschieden, da pushen alle mehr und einige werden mitkämpfen. In den Hauptrennen sehe ich Rea und mich vorne.»

Liebst du es zu kämpfen oder fährst du lieber vorneweg, hakte SPEEDWEEK.com nach. «So lange ich der Fahrer mit dem großen Vorsprung bin, ist das okay», schmunzelte Bautista. «Umkämpfte Rennen sind für jeden unterhaltsamer. Bislang musste Rea in den Rennen nicht ans Limit gehen, jetzt wird ihm nichts anderes übrig bleiben – ich gehe auch ans Limit.»

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