MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Ben Spies in Portimão mit Yamaha von 2020 unterwegs

Von Tim Althof
Ben Spies mit der neuen Yamaha R1

Ben Spies mit der neuen Yamaha R1

​ In der 31-jährigen Geschichte der Superbike-WM gelang es Yamaha nur einmal, die Fahrer-Weltmeisterschaft zu gewinnen. Ben Spies war es, der sich 2009 im Finale in Portimão gegen Noriyuki Haga durchsetzte.

Als dreifacher AMA-Superbike-Meister kam der damals 24-jährige Ben Spies in der Saison 2009 zum Yamaha-Werksteam in die Superbike-WM, um mit der YZF-R1 gegen die Besten der Serie zu kämpfen. Damals war das Yamaha-Superbike eine Revolution, denn erstmals wurde in einem Serienbike MotoGP-Technologie der Yamaha M1 aus dem Jahr 2004 verwendet, auf welcher Valentino Rossi seinen ersten Titel für Yamaha holte.

Mit dieser Kombination aus Motorrad und Fahrer wollte Yamaha in der Superbike-WM um den Titel kämpfen, was in der Folge auch gelang. Obwohl Spies auf Rennstrecken fuhr, auf denen er nie zuvor war, und obwohl er gegen Fahrer antrat, die wesentlich erfahrener waren, sicherte sich der Texaner beim Saisonauftakt in Australien die Pole-Position und gewann am Tag darauf sein erstes WM-Rennen. Somit war er der erste US-amerikanische Sieger in der Superbike-WM seit Colin Edwards 2002.

Im weiteren Verlauf der Saison gewann «Elbowz», wie er von seinen Fans auf Grund seines Fahrstils liebevoll genannt wird, 13 Rennen auf seiner Yamaha R1. Neben 17 Podestplätzen in den 28 Rennen eroberte Spies elf von 13 Pole-Positions – bis heute der Rekord.

Den WM-Titel sicherte sich der Pilot aus Tennessee beim letzten Event der Saison in Portimão. Mit zehn Punkten Rückstand auf seinen Kontrahenten Noriyuki Haga (Ducati) kam Spies nach Portugal, um mit einem Sieg und einem fünften Platz die Meisterschaft spektakulär mit sechs Punkten Vorsprung auf den Japaner zu gewinnen. Seither konnte kein US-Amerikaner den Titelgewinn in der Superbike-WM feiern.

Nach seinem Superbike-WM-Titel wechselte Spies in die MotoGP-Weltmeisterschaft, wo er für das Yamaha-Werksteam ein Rennen gewann. Nach mehreren Verletzungen musste er seine Karriere nach der Saison 2013 beenden.

Zehn Jahre nach seinem Superbike-Triumph kehrte Spies nach Portimão zurück und wird am Sonntag auf einer Yamaha R1 des Jahrgangs 2020 eine Ehrenrunde auf der Rennstrecke im Süden Portugals drehen. «Ich freue mich sehr, nach diesem historischen Titelgewinn wieder in Portugal zu sein», erzählte der 35-Jährige, um den sich am Freitag zahlreiche Fans für Selfies scharten. «Das Team, welches ich 2009 an meiner Seite hatte, war unglaublich, und an das Superbike-WM-Fahrerlager habe ich fantastische Erinnerungen.»

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