MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Jonathan Rea (33) glaubt nicht an den Weltuntergang

Von Kay Hettich
Jonathan Rea glaubt nur offiziellen Quellen

Jonathan Rea glaubt nur offiziellen Quellen

Das neuartige Coronavirus beeinflusst das Leben von Menschen weltweit. Manche lassen sich zudem noch von Verschwörungstheorien verunsichern. Superbike-Weltmeister Jonathan Rea hat Tipps zur Krise.

Der Alltag hat sich für die meisten Menschen in Europa wegen der Corona-Pandemie radikal verändert, auch für den fünffachen Jonathan Rea. Der Nordire befindet sich seit dem Saisonauftakt auf Phillip Island mit seiner Familie in seinem schmucken Haus in Antrim.

Rea hat die sozialen Medien für sich entdeckt und sendet regelmäßig Botschaften an seine Follower.

«Es ist eine seltsame Situation, im Lockdown zu sein. Es beginnt aber, sich wie eine neue Normalität anzufühlen. Ich fange an zu vergessen, wie viel sonst los ist und was Geselligkeit ist», sagte der Kawasaki-Pilot dem Ulster Tatler. «Es ist seltsam in diesen Zeiten, in denen es kein persönliches Gespräch und keine Veranstaltungen gibt. Jetzt ist alles online.»

In Nordirland wurde keine rigorose Ausgangssperre verhängt.

«Ich vermisse meine Familie, aber ich habe das Glück, dass meine Geschwister ganz in der Nähe wohnen. Wenn wir mit den Kindern Fahrrad fahren, radeln wir bei ihnen vorbei, was sehr schön ist», erzählte der 33-Jährige, der sich mehr denn je seinen beiden Söhnen Jack und Tyler widmet. «Das ist einer der schwierigsten Aspekte. Die beiden haben in ihrem Alter so viel Energie haben, sie können kaum mal einen Moment still sitzen. Meine Frau übernimmt den Schulunterricht am Montag, Mittwoch und Freitag, ich übernehme Dienstag und Donnerstag. Wir versuchen, uns an den Lehrplan zu halten, was sie in der Schule hätten tun sollen.»

Der Tagesablauf wird bei der Familie Rea geplant.

«Wir versuchen, unsere übliche Routine einzuhalten. In der Küche haben wir ein Board und planen zu Wochenbeginn unsere Mahlzeiten, um nicht ständig einkaufen zu müssen und nichts wegschmeißen zu müssen. Ich trainiere Dienstags und Donnerstags mit Gewichten, an den anderen Tagen spule ich mit dem Rennrad etwa 350 bis 400 km pro Woche ab – meistens Indoor, aber manchmal auch draußen. Täglicher Sport hilft mir, denn ein starker Körper entspricht einem starken Geist.»

Besorgungen werden bevorzugt in der Region erledigt.

«Wir kaufen in unserem örtlichen Laden ein und nicht in den großen Supermarktketten. Dort finden wie alles, was wir brauchen. Nur Minze, die ich für Mojitos brauchte, konnte ich nur schwer finden. Und wir haben einen tollen Metzger, der nach Hause liefert. Genauso bei Backwaren. Und von einem Hofladen bekommen wir frisches Obst und Gemüse. Es ist wichtig, die lokalen Bauern, Metzger und Produzenten so weit wie möglich zu unterstützen.»

Rea ist nicht entgangen, dass zunehmend Falschmeldungen zur aktuellen Situation im Umlauf sind.

«Ich empfehle jeden, nur die offizielle Nachrichten einzuschalten. Jeder möchte auf dem Laufenden sein, aber haltet euch von allen Verschwörungstheorien fern», lautet der Rat des Superbike-Stars. «Und hört auf, alle Informationen aufzusaugen. Mit Smartphones hat man alles im Griff, aber ich möchte alle ermutigen, so weit wie möglich Handys und Tablets liegen zu lassen. Man sollte seine Zeit stattdessen sich selbst und der Familie widmen.»

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