Superbike-WM: Toprak erwachte in einem Albtraum

Alstare-Team: Das Design der Yamaha – Expansionspläne

Von Ivo Schützbach
Die Alstare-Yamaha von Chris Ponsson

Die Alstare-Yamaha von Chris Ponsson

Mit Alstare kehrt 2021 eines der glamourösesten Teams in die Superbike-WM zurück, wenn auch vorerst auf Sparflamme. Francis Batta schmiedet bereits Pläne für die Zukunft.

Während des Aragon-Tests zeigte das Team Alstare Yamaha erstmals seine R1 im neuen Design, bei den Testfahrten in Barcelona war noch alles in Blau und Grau gehalten. Das neue Blau und Gelb erinnern an die erfolgreichen Zeiten mit Suzuki.

Das heutige Alstare-Team hat bis auf Francis und Patricia Batta nichts mehr mit jener Truppe zu tun, die 2005 mit Suzuki und Troy Corser die Weltmeisterschaft gewann und für insgesamt 114 Podestplätze, 28 Siege und 17 Pole-Positions gesorgt hat.

Was wir 2021 sehen, ist eine Fusion mit dem französischen Team GIL Motor Sport, hinter dem der Vater von Superbike-WM-Pilot Christophe Ponsson steht, Jean-Christophe. Alstare-Boss Francis Batta ist Teamchef und trägt die Verantwortung für das Sportmanagement, die Technik, Kommunikation und die Beziehungen zu Promoter Dorna.

Sportliche Höhenflüge wie in der Vergangenheit dürfen wir von Alstare im Comeback-Jahr keine erwarten, dafür mangelt es Fahrer Chris Ponsson an Klasse. Doch Batta hat große Pläne: Er will das Team für 2022 auf zwei Fahrer aufstocken, dann mit mindestens einem Spitzenfahrer. Der Belgier arbeitet eng mit Yamaha zusammen, dort stoßen seine Vorhaben auf offene Ohren.

Vorerst wirbt nur Schmiermittelhersteller Motul größer auf der R1, doch Batta verfügt nach wie vor über beste Beziehungen und Kontakte. Wie kaum ein anderes Team hat er das Aussehen des SBK-Paddocks in der Vergangenheit mit Sponsoren wie der Biermarke Corona Extra geprägt und wusste seine Partner stets bestens zu präsentieren.

Das Alstare-Team kam in den 1990er-Jahren ins SBK-Paddock, von 1995 bis 1997 arbeitete es mit Ducati in der Superbike-WM und Supersport-Klasse zusammen. 1998 gewann Alstare mit dem Italiener Fabrizio Pirovano und Suzuki die Supersport-Weltserie, den Vorläufer der heutigen Weltmeisterschaft. Von 1999 bis 2011 kümmerten sie sich um den Superbike-Auftritt des japanischen Herstellers. In diesen Jahren fuhren viele bekannte Namen für Alstare, unter ihnen Pierfrancesco Chili, Gregorio Lavilla, Troy Corser, Yukio Kagayama, Max Biaggi, Fonsi Nieto, Max Neukirchner, Leon Haslam und Michel Fabrizio.

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