MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Tom Sykes fehlt erneut: «Einige Fragen blieben offen»

Von Ivo Schützbach
Tom Sykes

Tom Sykes

Tom Sykes hat sich nach seiner schweren Gehirnerschütterung bei der Superbike-WM in Barcelona redlich bemüht, für Argentinien fit zu werden. Dass er auch in San Juan nicht fährt, hat andere Gründe.

Nach seinem fürchterlichen Sturz auf dem Circuit de Catalunya nahe Barcelona musste BMW-Werksfahrer Tom Sykes auf die Rennen in Jerez und Portimao verzichten. Auch in Argentinien am kommenden Wochenende wird er nicht dabei sein.

Seit dem 5. Oktober wissen regelmäßige Besucher von SPEEDWEEK.com, dass Sykes und BMW nach dieser Saison und insgesamt drei Jahren nicht mehr zusammen weitermachen. Doch damit hat das Fehlen des 36-Jährigen in San Juan nichts zu tun.

Sykes hatte vorab versucht, ein ärztliches Zeugnis zu bekommen, welches ihm bescheinigt, dass er sich von seiner schweren Gehirnerschütterung vollständig erholt hat. Doch das war in der Kürze der Zeit nicht zu bekommen – beinahe der ganze SBK-Tross flog am Montag und Dienstag nach Südamerika.

Ohne ein solches Zeugnis, welches umfassende neurologische Tests und Scans voraussetzt, müsste Sykes in Argentinien bei den Rennärzten vorstellig werden. Und es wäre zu befürchten, dass er vom obersten Rennarzt keine Freigabe erhält. Denn dieser wird nicht von Promoter Dorna organisiert, sondern vom lokalen Veranstalter und kommt für gewöhnlich aus einem größeren Krankenhaus in der Nähe der Rennstrecke.

«In Summe ist meine Genesung unglaublich verlaufen», erklärte Sykes. «Ich bin bereit, wieder zu meiner Leidenschaft, dem Rennsport, zurückzukehren. Unglücklicherweise blieben aufgrund des engen Timings der aufeinanderfolgenden Rennen und des Übersee-Events in Argentinien ein paar offene Fragen. Daher mussten wir leider eine frühe Entscheidung treffen, die zur Folge hat, dass ich eine weitere Runde aussetze. Das ist schwer für mich, denn ich habe in den vergangenen vier Wochen mehr Rennen verpasst, als in meinen 21 Jahren im Rennsport.»

Statt Sykes wird erneut Eugene Laverty neben Michael van der Mark antreten. Der Nordire ist bei BMW unter Vertrag, aber seit Anfang Juli ohne Beschäftigung, weil sich sein Team RC Squadra Corse nach dem vierten Event in England wegen finanzieller Probleme aus der Weltmeisterschaft zurückgezogen hat.

Beim WM-Finale in Indonesien am vorletzten November-Wochenende will Sykes wieder dabei sein – und seine letzten Rennen für BMW bestreiten. Wo es ihn für 2022 hin verschlägt, ist offen.

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