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Kimi Räikkönen fordert mehr Tests auf nasser Piste

Von Rob La Salle
Kimi Räikkönen rückte auch auf nasser Piste aus – konnte hinterher aber nicht viel über die Reifen für die nasse Bahn sagen

Kimi Räikkönen rückte auch auf nasser Piste aus – konnte hinterher aber nicht viel über die Reifen für die nasse Bahn sagen

Der Nutzen des Regenreifen- und Intermediates-Tests in Barcelona hielt sich in Grenzen. Deshalb wünscht sich Ferrari-Star Kimi Räikkönen weitere Testfahrten auf nassem Asphalt.

Um auch die neuen Reifenmischungen für die nasse Piste vor dem Ernstfall auszuprobieren, wurde der Circuit de Barcelona-Catalunya am vierten Testtag künstlich bewässert: 31.000 Liter Wasser wurden vergangene Woche auf die spanische Strecke gekippt, um die Bedingungen bei Regen zu simulieren. Doch trotz des immensen Aufwands hielt sich der Nutzen in Grenzen.

Das hatte einen einfachen Grund, wie Renault-Pilot Nico Hülkenberg erklärte: «Die Piste fällt an einen Stellen ab, entsprechend schnell lief das Wasser auch ab. Es herrschten mehr oder weniger von Anfang an Bedingungen für die Intermediates. Was das Aquaplaning angeht, haben wir also nichts lernen können. Ich schätze, das werden wir dann an einem Rennwochenende tun.» 

Hinzu kam, dass die Bedingungen am Morgen und am Nachmittag nicht jenen Umständen entsprachen, die man bei einem Regenrennen erwartet. So war es am Morgen etwas zu kalt für eine echte Simulation und am Nachmittag sorgte strahlender Sonnenschein dafür, dass der Asphalt zu schnell wieder trocken war.

Hülkenberg unternahm je eine Ausfahrt auf beiden Nass-Mischungen, trotzdem konnte er hinterher nicht viel über die Charaktereigenschaften dieser Reifen sagen. Damit war der Deutsche nicht alleine. Auch Kimi Räikkönen, der sowohl auf den Regenreifen als auch auf den Intermediates mehrere Runden drehte, gestand hinterher: «Nach diesen Runden ist es schwer zu sagen, wie sich die Reifen anfühlen.»

«Es ist immer schwierig, wenn man die Strecke künstlich bewässern muss, um diese Reifen auszuprobieren, denn das ist einfach nicht dasselbe, wie wenn es wirklich regnet», fügte der Weltmeister von 2007 an. «Ich hoffe, dass wir etwas mehr Erfahrung auf nasser Bahn sammeln können – auch weil Pirelli mehr Informationen braucht. Für die Reifeningenieure ist es genauso schwierig, denn wir haben diese Reifen praktisch nicht testen können. Und es ist schwierig, Reifen zu entwickeln, wenn man sie nicht testet.»

«Wir müssen abwarten und schauen, wie es läuft, wenn wir die Regenreifen und Intermediates einsetzen müssen», erklärte Räikkönen weiter. Im Rahmen des zweiten viertägigen Barcelona-Tests, der morgen (Dienstag) beginnt, ist allerdings keine Wiederholung des Regenreifen-Tests geplant. Die Wetterprognose sagt auch vier Regen-freie Testtage voraus.

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