MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Sebastian Vettel zu Kimi Räikkönen: «Ohne jeden Mist»

Von Mathias Brunner
Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen

​Der Countdown läuft: Noch sechs Rennen, dann ist die Ära Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen bei Ferrari vorbei, nach 82 Rennen. Der Heppenheimer bedauert, «Iceman» an Sauber zu verlieren.

Nach vier Jahren wird Schluss sein: Beim WM-Finale von Abu Dhabi werden Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen zum 82. Mal einen Formel-1-WM-Lauf als Ferrari-Stallgefährten bestreiten. Seite an Seite sind nur drei andere Fahrerkombinationen noch öfter Grands Prix gefahren: Michael Schumacher und Rubens Barrichello bei Ferrari (104 Mal), David Coulthard und Mika Häkkinen bei McLaren (99 Mal) sowie Vettel und Mark Webber bei Red Bull Racing (94 Mal). Kimi Räikkönen wechselt zur Saison 2019 hin für zwei Jahre zu Sauber, der neue Mann an der Seite von Vettel heisst Charles Leclerc.

«Kimi ist der beste Stallgefährten, den ich je hatte», resümiert der vierfache Weltmeister Vettel. «Wir können uns die ganzen Zahlen anschauen, aber die sind nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist der Respekt, den du für den Anderen hast, zwischen Kimi und mir gab es von Anfang an null Mist, und daran wird sich bis Abu Dhabi auch nichts ändern.»

Kimi ist das Gegenteil eines politischen Fahrers, die gute Stimmung bei Ferrari und sein tadelloses Arbeitsverhältnis mit Sebastian Vettel machten ihn zur logischen Wahl. Ferrari-Präsident Sergio Marchionne und Teamchef Maurizio Arrivabene wertschätzten dabei drei elementare Vorteile, die Kimi bieten kann: Obschon er bald 39 Jahre alt wird, ist Räikkönen noch immer sauschnell. Seine immense Erfahrung bedeutet, dass er Autos ins Ziel bringt und wichtige Punkte für das Team sammelt. Ganz abgesehen davon, dass er zusammen mit Vettel den Ton bei der Entwicklung vorgegeben hat. Als McLaren vor Jahren mit Michelin arbeitete, bestanden die französischen Reifenspezialisten darauf, mit Räikkönen zu arbeiten – weil seine Aussagen von unübertrefflicher Genauigkeit waren.

Über den Neuen bei Ferrari sagt Vettel: «Das ist eine grosse Chance für Charles, aber gleichzeitig bin ich traurig wegen Kimi. Wir sind vom Charakter her vielleicht verschieden, aber zwischen uns gab es stets immense Hochachtung. Das prägt die Atmosphäre im Team.»

Charles Leclerc wird der sechste Stallgefährte von Sebastian Vettel in der Formel 1.

Die Stallgefährten von Sebastian Vettel

2007 BMW-Sauber: Nick Heidfeld (D)
2007 Toro Rosso: Vitantonio Liuzzi (I)
2009 Red Bull Racing: Mark Webber (AUS)
2010 Red Bull Racing: Mark Webber (AUS)
2011 Red Bull Racing: Mark Webber (AUS)
2012 Red Bull Racing: Mark Webber (AUS)
2013 Red Bull Racing: Mark Webber (AUS)
2014 Red Bull Racing: Daniel Ricciardo (AUS)
2015 Ferrari: Kimi Räikkönen (FIN)
2016 Ferrari: Kimi Räikkönen (FIN)
2017 Ferrari: Kimi Räikkönen (FIN)
2018 Ferrari: Kimi Räikkönen (FIN)
2019 Ferrari: Charles Leclerc (MC)

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