Italien-GP-Promoter: Monza braucht 100 Millionen Euro
Der Monza-Vertrag mit Liberty Media läuft in diesem Jahr aus
Mit einem politischen Vorstoss versucht die rechte Lega-Partei das italienische Parlament dazu zu bringen, den Italien-GP künftig finanziell zu unterstützen. Der Gesetzesentwurf sieht eine staatliche Hilfe von 10 Millionen Euro vor, der zur Sicherung des traditionsreichen Rennens im königlichen Park von Monza eingesetzt werden sollen.
Doch Angelo Sticchi Damiani, Präsident des italienischen Automobilverbands ACI, warnt gegenüber der Nachrichtenagentur «Italpress»: «Das wird nicht reichen. Denn wie wir schon mehrfach betont haben, sind wichtige Arbeiten in Monza nötig, deren Kosten zum heutigen Zeitpunkt auf etwa 100 Millionen geschätzt werden.»
Der ACI-Präsident verhandelt derzeit mit Liberty Media über die Zukunft des Italien-GP, denn der entsprechende Vertrag der Italiener mit den Formel-1-Rechteinhabern läuft nach dem diesjährigen GP aus. «Wir führen sehr intensive und komplizierte Verhandlungen mit den Liberty-Verantwortlichen, die zu viele teure Verträge geerbt haben, die nicht nachhaltig sind», erklärt er mit Verweis auf die Tatsache, dass die meisten noch laufenden Verträge noch unter der Herrschaft von Bernie Ecclestone abgeschlossen wurden.
Damiani nutzte auch die Chance, um sich zum neuen Ferrari-Star Charles Leclerc zu äussern. Dass sich der Monegasse im roten Renner so gut schlägt, sei keine grosse Überraschung für ihn, erklärt er. «Leclerc ist phänomenal, was wir schon wussten, und nun haben wir auch den Beweis dafür bekommen. Was im letzten Grand Prix geschah, ist bekannt. Es gab einen Kurzschluss an einem Steuergerät, was passieren kann und leider schwer vorhersehbar ist. Aber Leclerc hat uns zum Träumen gebracht und wir sind überzeugt, dass er und Vettel in diesem Jahr die Weltmeisterschaft gewinnen werden.»