Alpine-Chef zu den Fahrertausch-Gerüchten um Doohan
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Jack Doohan bei den Wintertests in Bahrain
Auch rund um die Wintertests in Bahrain reißen die Spekulationen über einen möglichen Fahrertausch bei Alpine mitten in der Saison nicht ab. Teamchef Oliver Oakes äußerte sich am Test-Mittwoch dazu – und dürfte mit einer vagen Formulierung die Spekulationen nur noch befeuern.
Bereits seit Ende der vergangenen Saison kursieren im Fahrerlager Gerüchte, dass Alpine sich von Rookie Jack Doohan doch noch trennen und ihn durch Franco Colapinto ersetzen möchte. Alpine hatte im Vorjahr bereits Doohan aus dem eigenen Nachwuchs verpflichtet – dann ersetzte aber Franco Colapinto bei Williams den glücklösen Logan Sargeant. Und der junge Argentinier begeisterte die Formel-1-Welt.
Hartnäckige Gerüchte, man wolle im Hause Alpine doch noch den internen Wechsel machen, reißen nicht ab, wurden eher noch befeuert, als Doohan kurzfristig schon am letzten Rennwochenende 2024 im Alpine saß – mutmaßlich als erste Prüfung. Den Gerüchten zufolge ist Doohan vertraglich eine gewisse Zahl Rennen zugesagt (die Zahlen schwanken zwischen fünf und sechs) – demnach gehen viele davon aus, dass Doohan zwar die Saison startet, sie aber nicht als Alpine-Fahrer beendet.
Alpine-Chef Oliver Oakes sagte im Rahmen der Wintertests in Bahrain: «Jack wurde ziemlich hart dazu befragt. Respekt an ihn, dass er da den Kopf unten behalten hat, seinen Winter ganz normal verbracht und seinen Job gemacht hat.»
Der Brite, der seit dem Vorjahr Teamchef bei dem französischen Rennstall ist: «Er hat heute morgen einen brillanten Job gemacht, und wir sind glücklich, ihn zu haben.» Doohan fuhr am Vormittag 68 Runden und die sechstschnellste Rundenzeit.
Zu den Gerüchten zu Franco Colapinto sagte Oakes: «All diese Geschichten über Franco und all das… Jack hat seine Chance und wir freuen uns darauf, ihn in dieser Saison fahren zu lassen.»
Er hat seine Chance? Das in jedem Fall. Schließlich sitzt Doohan ja bereits im Alpine, fährt einen bislang soliden Wintertest und wird allein aus vertraglichen Gründen wohl auch in Melbourne bei seinem Heimrennen im Alpine sitzen. Wie lang und umfangreich diese Chance jedoch ist, das bleibt mit dieser Formulierung offen. Vage Formulierungen wie diese werden wohl kaum Ruhe in die Gerüchteküche bringen…
Bahrain-Wintertest, Mittwoch, 26. Februar, Vormittag
01. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:31,428 min (78 gefahrene Runden)
02. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, 1:31,560 (58)
03. Alex Albon (T), Williams, 1:31,573 (63)
04. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:31,610 (77)
05. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:31,834 (70)
06. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:31,841 (68)
07. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:31,874 (46)
08. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:32,084 (66)
09. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:32,169 (55)
10. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:35,522 (72)