James Vowles: Zwei Thesen zum Tempo-Ranking 2025
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Williams-Neuzugang Carlos Sainz fuhr am zweiten Testtag komplett
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer sind die Schnellsten im Formel-1-Land? Wer ist wirklich wie schnell? Und wer verschleiert sein wahres Können? Das sind die großen Fragen rund um die Wintertests aktuell in Bahrain. Williams-Teamchefs James Vowles hat da so seine Theorie – zumindest für die Top-4 und einen Gesamttrend im Feld.
Wie alle in Bahrain will der Brite sich noch nicht genau festlegen, wer die Nase vorn hat: «Es ist zu früh, etwas abzuschätzen.» Zu unterschiedlich einfach die Bedingungen, unter denen die Boliden auf der Strecke sind. Dennoch macht er einige spannende Beobachtungen.
Im Scherz sagte Vowles in der Pressekonferenz der Teamchefs am zweiten Testtag über den neben ihm sitzenden Haas-Teamchef Ayao Komatsu: «Ayao hier neben mir hat vermutlich den kompletten Tank voll und noch den Sprit von Ferrari drin, wenn man sich die Rundenzeiten anschaut.» Haas fährt mit Abstand die langsamsten Zeiten – aber laut Vowles steckt mehr im Auto seines Konkurrenten, als man auf den ersten Blick meinen könnte.
Vowles erklärt die Lage im Feld: «Was man aktuell sehen kann, ist, dass der Unterschied in der Sprit-Menge und im Power-Modus die Unterschiede zwischen den Teams maskiert. Das ist eine gute Sache. Es zeigt, dass der Sport enger und enger rückt. Aber werden nicht in einem kalten, nassen Bahrain die Reihenfolge ablesen können. Realistisch gesehen werden wir das erst in Melbourne sehen.»
Einen Ausblick gibt er aber dennoch: «Meine Sicht der Dinge ist: Die Top-4 werden die Top-4 sein. Zwischen ihnen und dem Mittelfeld ist eine große Lücke. Und im Mittelfeld ist es sehr eng, es wird jeweils von den Rennen abhängen.»
Die Top-4 im Vorjahr waren McLaren, Ferrari, Red Bull Racing und Mercedes. Dahinter mit Abstand Aston Martin und der Rest des Feldes.
Bahrain-Wintertest, Donnerstag, 27. Februar
01. Carlos Sainz (E), Williams, 1:29,348 min (127)
02. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:29,379 (45)
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:29,431 (83)
04. George Russell (GB), Mercedes, 1:29,778 (71)
05. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:29,784 (87)
06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:30,229 (57)
07. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, 1:30,252 (91)
08. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:30,368 (80)
09. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:30,430 (40)
10. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:30,675 (94)
11. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:30,700 (45)
12. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:30,793 (46)
13. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:30,821 (44)
14. Lando Norris (GB), McLaren, 1:30,882 (77)
15. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:31,057 (80)
16. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:31,457 (56)
17. Esteban Ocon (F), Haas, 1:33.071 (69)
18. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:34,372 (66)