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Esteban Gutiérrez (Ferrari): «Singapur wird kritisch»

Von Mathias Brunner
Ferrari-Testpilot Esteban Gutiérrez

Ferrari-Testpilot Esteban Gutiérrez

​Alle reden vor dem Singapur-GP vom Smog und von der feuchten Hitze. Doch am kritischsten findet Ferrari-Testfahrer Esteban Gutiérrez den Umgang mit der Bremse.

Der grosse Aufreger vor dem kommenden Grand-Prix-Wochenende im Stadtstaat Singapur: der Smog. Doch die Dunstglocke wird sich zum Glück bald heben – dank Gewittern über der asiatischen Metropole, dank Löscharbeiten auf Sumatra sowie dank anderer Windrichtung. Dann konzentriert sich die Aufmerksamkeit erfahrungsgemäss wieder auf die schweisstreibende Arbeit der Rennfahrer, denn abgesehen vielleicht von Malaysia ist kein Rennen so anstrengend wie Singapur.

Ferrari-Testpilot Esteban Gutiérrez weiss: «Keine Strecke hat mehr Kurven als Singapur, nämlich 23. Kein Rennen ist zudem länger, denn oft reicht ein Grand Prix bis zur erlaubten Obergrenze von zwei Stunden. Selbst wenn ja in der Nacht gefahren wird, so sind Temperatur und vor allem Luftfeuchtigkeit hoch, das fordert dir körperlich alles ab.»

Dazu gehört nicht nur, dass Singapur eine gefürchtete Buckelpiste ist. Einige der 2600 Betonelemente stehen bedrohlich nahe am Pistenrand, eine Unachtsamkeit reicht, und Training oder Rennen sind zu Ende. Überdurchschnittlich hohe Anforderungen in Sachen Konzentration erhöhen die Anstrengung zusätzlich.

Probleme wittert der Mexikaner Gutiérrez vor allem bei den Bremsen. Der frühere Sauber-Fahrer erklärt: «Die hohen Umgebungstemperaturen setzen den Bremsen stark zu, eine effiziente Kühlung der Bremse ist überaus wichtig. Die Luftfeuchtigkeit kompromittiert die Hitzeabfuhr der Bremsscheiben, es gibt auch keine Geraden, die lange genug wären, um die Bremse nachhaltig abkühlen zu lassen. Dafür haben wir einige sehr harte Bremsmanöver. Zudem führt die Piste nicht nur zwischen den Häusern von Singapur durch, das bedeutet noch weniger Luftzufuhr.»

Ein erheblicher Teil von Ausrutschern, Unfällen und Ausfällen bei bislang sieben Singapur-GP geht auf nachlassende Bremsen zurück.

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