MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Philipp Gengelbach: Suzuki abgefackelt, Bänder kaputt

Von Esther Babel
Der Sachsenring hat dem IDM Superbike-Piloten Philipp Gengelbach kein Glück gebracht. Nach einem Sturz im ersten Rennen fing die Suzuki Feuer und der Pilot selber landete in der Klinik. In Hockenheim wieder dabei.

«Oh da brennt einer», lautete der Kommentar von Co-Moderator Max Neukirchner beim Blick auf den Monitor für den Live-Stream. Zum Glück hatte das Feuer lediglich das Motorrad erfasst, sein Pilot kniete in sicherem Abstand auf dem Asphalt und die Streckenposten konnten die Flammen schnellstmöglich löschen.

Philipp Gengelbach war Ausgangs des Omega per Highsider in der zweiten Runde des ersten Rennens gestürzt. «Das hatte sich Null angekündigt», schildert er. «Ich bin in Schräglage ans Gas gegangen, hatte das Motorrad sogar schon wieder ein wenig aufgestellt. Ich war nicht darauf vorbereitet und der Highsider kam total abrupt.» Nach seiner Flugeinlage knallte Gengelbach dann mit dem Rücken auf den Asphalt und blieb erst einmal benommen liegen.

«Mir ist die Luft weggeblieben», beschreibt er, «beim Versuch, aufzustehen, habe ich gleich gemerkt, dass mit dem Fuß was ist. Der Arzt kam auch gleich und meinte, ich soll erst mal liegenbleiben.» Im Medical Center stellten sich auch Schmerzen unter dem Schulterblatt ein und Gengelbach wurde per Krankenwagen und mit Verdacht auf mögliche Rippenbrüche ins Krankenhaus nach Lichtenstein gebracht. Da der IDM-Pilot schon in der Vergangenheit mit Lungenproblemen zu tun hatte, wurde ein MRT veranlasst. Doch es gab bald Entwarnung. An den Prellungen, die er sich zugezogen hat, wird er noch eine Weile Spaß haben.

Schlimmer erwischte es das linke Sprunggelenk. «Die Bänder hängen da irgendwie in Fetzen», so Gengelbach. «Aber es ist nicht ganz ab. Ich habe jetzt eine Gips-Bandage und laufe auf Krücken rum.»

Und das Motorrad? «Das wurde ziemlich in Mitleidenschaft gezogen», offenbart er. «Den kompletten Kabelbaum müssen wir austauschen. Aber der Rahmen und die Schwinge und sonstige tragende Teile hat es nicht erwischt. Es sieht halt ziemlich wild aus. Mein Vater war ja auch vor Ort und hat das Motorrad gleich auseinandergenommen. Die Airbox sah schlimm aus. Doch zum Glück ist nichts in den Ansaugtrichter rein.»

Das Team um Philipp Gengelbach hatte in der Zwischenzeit alles zusammengepackt und den Patienten im Krankenhaus abgeholt. Nach dem Schreck gönnte man sich eine Nacht im Hotel. Inklusive Abstecher am Lausitzring, wo am Wochenende der nächste IDM-Lauf stattfindet – ohne Gengelbach - ging es nach Hause. «Ich wollte meine Teamkollegen Bastian Ubl und Justus Weinke viel Glück wünschen. Dableiben wollte ich nicht. Zuschauen müssen wäre zuviel für mich. Ich lege mich daheim auf die Couch und schaue den Live-Stream. Da kann mir dann meine Freundin beistehen.»

Beim IDM-Finale in Hockenheim will Gengelbach dann wieder höchstpersönlich auf seiner Suzuki sitzen.

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