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Franco Morbidelli: Falls das den Sieg bedeutet...

Von Stephan Moosbrugger
Franco Morbidelli

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli (VR46 Ducati) startet gut vorbereitet in das erste MotoGP-Wochenende der Saison 2025. Er fühlt sich bereit und möchte in Thailand das Maximum geben – egal, was dabei herauskommt.

2024 erlebte Franco Morbidelli einen katastrophalen Saisonstart, als er sich in der Vorbereitung bei einem Trainingssturz in Portimao schwer verletzte. Ohne sich auf die Ducati GP24 einschießen zu können, musste er in Katar direkt ins erste Rennwochenende gehen. Es brauchte seine Zeit, bis sich der Italiener auf dem Bike aus Bologna wohlfühlte und er gute Ergebnisse erzielen konnte. Das Jahr im Pramac-Ducati-Team beendete er auf Gesamtrang 9.

Zur Saison 2025 wechselte Morbidelli ins Team VR46-Ducati. «Dieses Jahr hat ganz anders begonnen. Ich hatte die Möglichkeit zu testen und ein reibungsloses Arbeitsprogramm. Wir werden sehen, welche Fortschritte wir erzielen konnten», meinte der 30-Jährige vor dem Saisonstart in Thailand.

Bei den Tests in Sepang und Buriram war Morbidelli immer bei den Schnellsten dabei. Für ganz nach vorne fehlten ihm jedoch meistens einige Zehntelsekunden. Wäre er damit zufrieden? «Ich bin happy mit dem Maximum, das wir erreichen können. Wenn das heißt, dass wir an einem Rennwochenende Platz 3 erzielen, dann bin ich glücklich damit, falls es der Sieg ist, bin ich natürlich auch damit zufrieden», betonte er. «Wir gehen es Rennen für Rennen an. Wir wissen, dass unser Potenzial sehr groß ist, denn bei den Tests waren wir an allen Tagen schnell.»

Während der letzten Saison konnte sich Morbidelli kontinuierlich steigern. Konnte er bei den Tests einen weiteren Schritt machen? «In Sepang war ich im Vergleich zum letzten Jahr um drei Zehntelsekunden schneller, in Buriram eine halbe Sekunde. Ich würde schon sagen, dass wir uns verbessert haben», bestätigte er. Und wo hat sich «Morbido» verbessert? «In den Kurven, denn auf den Geraden ist das Motorrad dasselbe. Wir haben das Basis-Setup etwas geändert und ich fühle mich jetzt etwas wohler auf dem Bike, weshalb ich jetzt auch schneller bin.»

Morbidelli war nicht nur der erste Fahrer der VR46-Akademie, sondern auch deren erster Weltmeister – 2017 gewann er den Moto2-Titel. Wie ist es für ihn, im VR46-Team zu fahren und in das erste Rennwochenende zu gehen? «Es fühlt sich wie ein spezieller Moment an. Ich Vergleich mit den anderen Fahrern der Akademie ging ich einen etwas anderen Weg. Ich fahre jetzt Rennen für das Team von Vale und es fühlt sich perfekt an», betonte der MotoGP-Vizeweltmeister von 2020. «Ich fühle mich stark und reif. Ich habe ein Jahr Erfahrung auf diesem Bike und ich hatte in diesem Winter keine Probleme. Ich fühle mich bereit, um in die Saison bestmöglich zu starten. Und es ist das erste Jahr, dass das Team die direkte Werksunterstützung von Ducati erhält. Jeder ist deswegen sehr motiviert. Es ist auch immer schön, die Farben von Valentino Rossi zu repräsentieren – das Bike sieht wunderschön aus.» Teamkollege Fabio Di Giannantonio wurde von Ducati direkt unter Vertrag genommen und hat in dieser Saison eine GP25 zur Verfügung.

Morbidelli arbeitet 2025 mit dem dritten Crew-Chief in drei Jahren zusammen. Wie harmoniert er mit Matteo Flamigni? «Den Crew-Chief jedes Jahr zu wechseln ist etwas, an das du dich anpassen musst – man muss so schnell als möglich zusammenfinden. Aber ich bin bei Matteo sehr gut aufgehoben. Vom Start weg hat es sehr gut funktioniert, aber ich kenne ihn ja auch schon seit ich ein Kind war. Er war auch immer ein Teil von Valentinos Crew. Generell konnte ich in meiner Karriere bislang mit großartigen Crew-Chiefs zusammenarbeiten – da hatte ich immer viel Glück. Das setzt sich mit Matteo fort», ist sich Morbidelli sicher.

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