MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Sündenbock Marc Márquez: Gnadenfrist bis Sepang?

Von Günther Wiesinger
Marc Márquez

Marc Márquez

Marc Márquez wird erst in zwei Wochen beim Sepang-GP erfahren, ob er für seine Kollision mit Dani Pedrosa bestraft wird.

Marc Márquez muss sich bis zum Donnerstag oder Freitag beim Sepang-GP (10. bis 12. Oktober) gedulden. Erst dann wird die Race Direction mit Renndirektor Mike Webb an der Spitze entscheiden, ob der spanische MotoGP-WM-Leader für seine Attacke gegen Pedrosa in der sechsten Runde des Aragón-GP mit Strafpunkten gebüsst wird oder nicht.

«Wir haben am Sonntagabend nicht genügend Beweismittel zusammentragen können, es wurde immer später und später, deshalb wurde die Entscheidung vertagt», erklärte Renndirektor Mike Webb am späten Sonntagabend im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wir werden bis zum Malaysia-GP auch noch einen technischen Report von HRC erhalten.»

Darin wird dann stehen, ob durch den Aufprall von Márquez gegen Pedrosa tatsächlich das Kabel der Traction-Control gerissen ist, was dann zum schweren Sturz des Vizeweltmeisters führte, der auf Platz 2 lag.

Inzwischen ist durchgesickert, dass dieses Kabel bisher auf der Oberseite der Schwinge verlegt wurde.

«So wie es momentan aussieht, war das ein normaler Rennunfall», erklärte Mike Webb.

Falls Márquez wie in Silverstone zwei Strafpunkte aufgebrummt werden, muss er in Malaysia aus der letzte Reihe wegfahren.

Randy Mamola, vierfacher 500-ccm-Vizeweltmeister und 13-facher GP-Sieger: «Wir haben jetzt das 14. Rennen gehabt. Marc hat bisher zwei, drei Fehler gemacht. Im Frühjahr hat er häufiger gepatzt als jetzt. Er ist verdammt schnell! Und ich würde den Zwischenfall von Aragón als ‹racing incident› bezeichnen. Er hat ja selber zwei oder drei Sekunden verloren, weil er weiträumig ausweichen musste. Das war Strafe genug. Wäre das Kabel nicht gerissen, wäre Dani nicht hingefallen. Aber für diese Spätfolge der Kollision kann man Marc schwer verantwortlich machen.»

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