MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Davide Giugliano: «Werde fürs Fahren nicht bezahlen»

Von Kay Hettich
Davide Giugliano fabrizierte auch 2016 mehrere Stürze

Davide Giugliano fabrizierte auch 2016 mehrere Stürze

Der Italiener Davide Giugliano gilt als schnell und talentiert, aber auch als wenig konstant und sturzanfällig. Für seine Dienste möchte der ehemalige Ducati-Werkspilot zudem anständig bezahlt werden.

Nach drei Jahren im Ducati-Werksteam war für Davide Giugliano Schluss, vor allem weil er im Vergleich zu Chaz Davies zu schwache Ergebnisse ablieferte. Seine häufigen Stürze haben auch dazu geführt, dass sich ein Teamchef mehrmals überlegt, ihn unter Vertrag zu nehmen. Denn nicht nur die Crashs strapazieren das knappe Budget, auch das von Giugliano aufgerufene Gehalt ist nicht ohne.

Dazu steht der Italiener.

«Egal ob man Talent hat oder nicht: Ein Rennfahrer auf WM-Niveau sollte für einen Teamplatz nicht bezahlen müssen. Ich lebe von diesem Beruf und kann auch allen anderen Piloten nur raten, kein Geld mitzubringen», fordert Giugliano im Gespräch mit GPOne.com. «Die Arbeit als Rennfahrer sollte respektiert werden. Vom ersten bis zum 15. ist das Niveau der Superbike-WM sehr hoch.»

«Dieser Beruf findet auch nicht nur an den Rennwochenenden statt», ergänzt der 27-Jährige. «Als Rennfahrer muss man jeden Tag trainieren und man muss auf vieles verzichten. Ich muss auch Dinge machen, die mir keinen Spaß machen. Auch das Risiko muss in Betracht gezogen werden, eine entsprechende Versicherung ist unbedingt erforderlich.»

Durchaus nachvollziehbare Argumente.

Davide Giugliano ist für 2017 noch bei Iodaracing (Aprilia) für die Superbike-WM im Gespräch, doch das Team von Giampiero Sacchi ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Giugliano zieht daher auch einen Wechsel in die Britische Superbike Serie in Betracht.

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