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Superbike-Werksausstieg von Aprilia zeichnet sich ab

Von Ivo Schützbach
Aprilia hat in der Superbike-WM seit 2010 drei Fahrer-WM-Titel gewonnen

Aprilia hat in der Superbike-WM seit 2010 drei Fahrer-WM-Titel gewonnen

Aprilia hat für 2016 eine klare Prioritätensetzung: In der MotoGP-WM will der Hersteller aus Noale in die Top-10 und zu Suzuki sowie Ducati aufschließen. Für ein Superbike-Werksteam fehlt es an Geld und Personal.

Dass sich Aprilia und Partner Red Devils Roma nach der laufenden Saison trennen werden, machte SPEEDWEEK.com Anfang August öffentlich. Trotz aller Bemühungen einen neuen Partner zu finden zeichnet sich ab: Aprilia wird – zumindest in der jetzigen Form – aus der Superbike-WM verschwinden.

Aprilia hat verschiedenen Teams ein Paket angeboten, um das Werksteam 2016 fortzuführen. Dieses beinhaltet die Stellung und Entwicklung der Motorräder, den Fortbestand des Testteams sowie laufende Prüfstandtests, den Einsatz ausgebildeter Mechaniker und Elektroniker sowie Unterstützung bei Logistik, Hospitality, Presse und Sponsorensuche.

Trotzdem würde es ein Team viel Geld kosten, das Aprilia-Werksteam am Laufen zu halten.

Ein Team wie Althea verfügt über die komplette Infrastruktur, welche für die Teilnahme an der Superbike-WM nötig ist. Würde sich Teameigentümer Genesio Bevilacqua aber zum Umstieg von Ducati auf Aprilia entscheiden, kämen zusätzliche Kosten in Höhe von über einer Million Euro auf ihn zu. Diesen Preis ruft Aprilia für das Material und die beschriebenen Dienstleistungen auf.

Selbst wenn ein Team in der Lage wäre diese zusätzlichen Kosten zu stemmen, hätte es keine Garantie, dass Aprilia in der Superbike-WM nachhaltig entwickelt und den Kampf gegen Kawasaki und Ducati mit aller Entschlossenheit angeht. Jedes Team müsste mit dem Gedanken leben, dass sein Geld in die MotoGP-Entwicklung fließt. Außerdem gibt es für ein potenzielles Partnerteam kaum Möglichkeiten der Einflussnahme, falls es nicht optimal läuft.

Einzige Möglichkeit wie von 2009 bis 2014 ein internes Aprilia-Werksteam auf die Beine zu stellen: Es findet sich ein Sponsor in der Größenordnung von 2,5 Millionen Euro.

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