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Ferrari in Ungarn: Charles Leclerc dämpft Erwartungen

Von Agnes Carlier
Charles Leclerc

Charles Leclerc

Den enttäuschenden Crash im Steiermark-GP hat Charles Leclerc abgehakt. Auf dem Hungaroring erwartet der Monegasse nun erneut ein schwieriges Rennwochenende, wie er betont.

«Realistisch gesehen können wir uns derzeit nicht zu den Podestanwärtern zählen, denn wir kämpfen mit Performance-Problemen», erklärt Charles Leclerc auf die Frage, ob Ferrari in diesem Jahr ins Mittelfeld abgerutscht sei. Tatsächlich tun sich die Fahrer in den roten Rennern aus Maranello schwer, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Während der Monegasse beim Saisonauftakt dennoch mit dem zweiten Platz und einem blauen Auge davongekommen war – Vettel musste sich mit Platz 10 und einem WM-Punkt begnügen, erlebte das Team in der darauffolgenden Woche im Steiermark-GP einen Albtraum.

Bereits in der dritten Kurve krachte es zwischen Leclerc und Sebastian Vettel, beide Teamkollegen fielen danach aus. Die Schuldfrage war schnell geklärt, der 22-Jährige sah gleich ein, dass er zu motiviert zum Angriff ausgeholt und seinem Nebenmann keine Chance gelassen hatte. Bereits nach dem Ausfall entschuldigte er sich denn auch bei Vettel, womit die Sache auch erledigt war.

«Ich denke, wir haben das hinter uns gelassen», bestätigt Leclerc, und fügt eilends an: «Ich sprach mich gleich mach dem Rennen mit Seb aus und entschuldigte mich. Und ich denke, er hat diese Entschuldigung auch akzeptiert. Damit ist das für mich abgeschlossen, ich werde mich nun ganz auf dieses Wochenende konzentrieren, um das bestmögliche Ergebnis einzufahren.»

Seine Erwartungen an das dritte Rennen des Jahres sind aber nicht hoch. «Im vergangenen Jahr hatten wir auf dieser Strecke Mühe, doch in dieser Saison haben wir ein anderes Auto. Ich hoffe, dass uns die Änderungen an der Fahrzeug-Balance helfen werden, aber ich bezweifle, dass wir ein ganz anderes Bild als an den vorangegangenen Rennwochenenden sehen werden. Ich erwarte, dass das Kräfteverhältnis wieder ähnlich aussehen wird.»

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