Formel 1: Weder Norris noch Verstappen Favorit

Renault-Elend: Lotus und Kobayashi in arger Rücklage

Von Vanessa Georgoulas
Romain Grosjean, Pastor Maldonado und Kamui Kobayashi konnten wegen Defekten am ersten Trainingstag in Sepang insgesamt nur 25 Runden drehen!

In drei Stunden Training am Freitag vor dem Malaysia-GP in Sepang brachte Lotus mit zwei Fahrern die indiskutable Anzahl von 20 Runden zusammen. Die Krise mit dem unzuverlässigen E22 dauert für das Team aus Enstone auch am zweiten Rennwochenende der Saison an. In der ersten Sitzung am Vormittag schaffte weder Romain Grosjean noch Pastor Maldonado eine fliegende Runde, das Duo blieb ohne Rundenzeit.

Der Genfer musste seinen Dienstwagen wegen eines Batterieproblems abstellen und konnte erst kurz vor dem Ende wieder auf die Strecke zurückkehren. Am Nachmittag wurde der 27-Jährige gleich zweimal vom Getriebe eingebremst, zu mehr als Rang 17 reichte es ihm deshalb nicht. «Am Nachmittag ist ein Kabel durchgeschmort, das hat das Getriebe lahmgelegt. Natürlich bin ich nicht mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus dem Wagen geklettert, wenn dieser am Streckenrand geparkt werden muss und nicht läuft», ärgerte sich Grosjean.

Mit Grosjeans Teamkollegen Maldonado und Caterham-Hoffnungsträger Kamui Kobayashi kamen gleich zwei Piloten mit Renault-Antriebseinheiten am Nachmittag gar nicht mehr zum Zug. Maldonado fuhr am Vormittag nur zwei Installationsrunden, was auch schon beinahe zu viel war: Das Team forderte den Barcelona-GP-Sieger von 2012 auf, das aus dem Auspuff rauchende Auto sofort zu parken, was Maldonado geflissentlich ignorierte.

Indem der 29-Jährige weitertuckerte riskierte er einen grösseren Motorschaden. «Unsere Probleme sind im Bereich der Antriebseinheit angesiedelt», schilderte der Lotus-Neuzugang hinterher wenig überraschend. «Hoffentlich können wir das so weit in Ordnung bringen, damit am Samstag das dritte Training und das Qualifying möglich sind.»

Bei Kobayashi machte ein Defekt an der kinetischen Energierückgewinnung seines Caterham die Teilnahme am zweiten Training unmöglich. Am Morgen war der Japaner gerade mal fünf Runden weit gekommen. «Es traten plötzlich Aussetzer auf. An der Box wurde das Problem schnell erkannt, und wir mussten die Batterie tauschen. Als wir dafür den Unterboden entfernt hatten, wurde ausserdem ein Ölleck entdeckt. Die Reparatur nahm zu viel Zeit in Anspruch », klagte der F1-Rückkehrer.

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