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Coulthard: «Vettel – von Filet zu Dosenfleisch»

Von Rob La Salle
Sebastian Vettel mit David Coulthard

Sebastian Vettel mit David Coulthard

Der frühere GP-Star David Coulthard hat sich überlegt, warum sich Formel-1-Champion Sebastian Vettel derzeit bei Red Bull Racing gegen den jungen Daniel Ricciardo schwer tut.

Zwei Mal in Folge ist Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel nun sang- und klanglos vom jungen australischen Teamgefährten Daniel Ricciardo geschlagen worden. Das gibt auch dem früheren Formel-1-Ass David Coulthard zu denken. Der 246-fache GP-Teilnehmer (13 Siege) ist als Kolumnist der Kollegen von BBC zu folgenden Schlüssen gekommen.

David Coulthard: «Egal, wie man es dreht und wendet – Ricciardo schaut derzeit sehr gut aus, und Vettel wirkt, als fühle er sich leicht unwohl. Ein Zeichen, dass alles nicht rosig ist, war der Unmut, für seinen Stallgefährten Platz zu machen. Da kommt dann jeweils der Krieger in Sebastian zum Vorschein, und wie bei Fernando Alonso wird das schnell mal negativ ausgelegt.»

«Ricciardo hat gezeigt, dass er alles andere ist als ein Mauerblümchen. Für ihn ist Vettel ein Gegner wie jeder andere. Und er sagt auch innerhalb des Teams klipp und klar, was er will. Das beweist Rückgrat und mindestens Sieger-Potenzial.»

«Die beiden Red Bull Racing-Fahrer stecken in einer ganz unterschiedlichen Phase ihrer Karriere, und vielleicht ist auch das eine Erklärung für die derzeitigen Leistungen. Ricciardo konnte gar nichts Besseres passieren als der Wechsel von Toro Rosso zu RBR. Red Bull Racing hatte einen schwierigen Testwinter, aber Daniel ist jung und voller Energie, er sitzt im besten Auto, das er je fahren konnte, er fährt für den Weltmeister-Rennstall, das Leben könnte nicht besser sein.»

«Vettel hingegen hatte so viel Erfolg mit Red Bull Racing – da ist er Filet Mignon gewöhnt, nun bekommt er Dosenfleisch. Also wieso sollte er in seiner Situation so fröhlich auftreten, als hätte er eben in der Lotterie gewonnen? Aber in der Formel 1 hat nur jener Fahrer Erfolg, bei dem Kopf und Körper in Einklang arbeiten.»

«Niemand ist unschlagbar: Michael Schumacher ist bezwungen worden, Ayrton Senna auch, Lewis Hamilton ebenso. Egal, welchen Namen du trägst, es gibt in deiner Karriere immer Höhen, aber auch Tiefen.»

«Für mich zeigt sich nun, dass Ricciardo wirklich so gut ist, wie viele gesagt hatten. Für mich stellen sich aber keine Fragen über Vettel, denn jeder weiss, wozu er fähig ist. Mir scheint eher, er wird etwas überrollt von all den Fragen, wieso nicht mehr alles so glatt läuft wie in den vergangenen Jahren.»

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