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Kevin Sieder: Sturz, Ersatz-Yamaha und IDM-Punkte

Von Esther Babel
Kevin Sieder

Kevin Sieder

Sepp Buchners Team Bikerbox Racing powered by Yamaichi Electronics und sein Schützling Kevin Sieder überzeugten auf dem anspruchsvollen Schleizer Dreieck mit Durchhaltevermögen in der IDM Superbike.

Die extreme Hitze dieses Sommers hatte auch das vierte Meeting der diesjährigen IDM Superbike fest im Griff. Doch das Team Bikerbox aus dem bayrischen Feichten kam nicht nur wegen der heissen Temperaturen ins Schwitzen. Nach einem Sturz am Freitagvormittag hat sich ein Fehler in der Elektronik eingeschlichen, der trotz gründlicher Suche des erfahrenen Technikers Sepp Buchner nicht lokalisiert werden konnte. Kevin Sieder musste daher für das restliche Wochenende mit dem Ersatzmotorrad vorliebnehmen. Als 16. verpasste der junge Niederösterreicher im ersten Rennen knapp die Punkteränge. Dafür gelang dem IDM-Neuling wenig später mit Rang 14 das bislang beste Saisonergebnis.

«Das erste Freie Training begann planmässig», berichter der Teenager, «doch nach wenigen Runden bin ich aus noch ungeklärter Ursache gestürzt. Da die Abstimmung beim Ersatzbike beim nächsten Training nicht passte, kam ich überhaupt nicht zurecht. Am Freitagabend mussten daher Sepp und mein Mechaniker eine Nachtschicht einlegen, um ein rennfertiges Bike aufzubauen. Ich bin also erstmals im ersten Qualifying ordentlich zum Fahren und Arbeiten gekommen. Wir haben auch am Samstag vieles probiert und getestet. In der Startaufstellung war ich auf Platz 17, was eigentlich zufriedenstellend war, aber den Zielsetzungen nicht entsprach. Wir wissen, dass wir mittlerweile zu mehr in der Lage sind. Bis zum Warm-Up haben wir weitere Änderungen gemacht, die sich auf Anhieb sehr positiv auswirkten. Mit gebrauchten Reifen war ich schneller als am Vortag.»

Dafür ging der Start ins Rennen richtig in die Hose. Von hinten musste sich der Österreicher wieder vorarbeiten. Am Ende verdarb ihm ein Schaltfehler einen möglichen Punkterang. Vor dem zweiten Rennen gab es dann noch eine neue Kupplung. «Das war eine enorme Hilfe, weil mein Start ungleich besser war», freute sich Sieder. «In der Anfangsphase bin ich allerdings viel zu lange an einem langsameren Fahrer nicht vorbeigekommen. Vom Speed her hätte ich viel schneller fahren können. Anschliessend gab es noch einen netten Fight mit zwei weiteren Konkurrenten. Später habe ich noch Florian Bauer überholt. Zu diesem Zeitpunkt war aber die Lücke zu Platz 13 schon zu groß.»

«Seine Rundenzeiten waren im zweiten Rennen deutlich schneller als im ersten», meint Teamchef Sepp Buchner. «Kevin war sogar knapp dran bis unter die ersten Zehn nach vorn zu preschen. Am Ende kam er auf Rang 14 ins Ziel und sammelte zwei weitere wichtige Punkte für uns. Dieses Rennen hat auch gezeigt, dass der Abstand nach vorne immer geringer wird. Nach einem schwierigen Wochenende wie diesem, gibt dieser Aspekt Auftrieb für die weiteren Rennen.»

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