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Neil Hodgson: «Die MotoGP wird das Ganze überstehen»

Von Gino Bosisio
GP-Veteran Neil Hodgson

GP-Veteran Neil Hodgson

Der britische Ex-MotoGP-Fahrer und Superbike-Weltmeister Neil Hodgson spricht über die Situation in der Motorrad-WM-Königsklasse. Er ist sich sicher: Die MotoGP wird sich von der Krise erholen.

Die MotoGP-WM soll nach der weltweiten Coronakrise am 19. Juli in Jerez de la Frontera den Auftakt in die Saison 2020 erleben. Geht es nach den Plänen der WM-Verantwortlichen, wird die Saison 2020 sogar mit einer Doppel-Runde am 19. und 26. Juli loslegen. 

Der britische Superbike-Weltmeister des Jahres 2003 und frühere MotoGP-Fahrer Neil Hodgson (46) ist mittlerweile beim MotoGP-PayTV-Sender «BT Sport» als TV-Experte tätig. Hodgson zeigte sich lange Zeit skeptisch, ob die Saison 2020 überhaupt gestartet werden kann.

In Grossbritannien wurden am Wochenende an einem Tag noch 2405 Neuinfektionen gezählt, dazu kommen 118 neue Todesfälle. In Deutschland waren es im gleichen Zeitraum 451 neue Infizierte und 17 Tote.

Fakt ist: Rennen wie jenes auf dem Sachsenring wurden für 2020 bereits gestrichen, da es ohne Zuschauer wertlos ist. Über den Austragungsorten in Asien steht ein grosses Fragezeichen. Mittlerweile musste Hodgson seine Meinung dennoch revidieren. Und der Brite glaubt im Interview mit MCN auch: «Die MotoGP wird das Ganze überstehen.»

Vor dem ersten Rennwochenende soll es einen Test für alle Klassen in Jerez geben. Hodgson malt dennoch ein etwas chaotisches Bild, wenn er an das Start-Wochenende denkt: «Die Fahrer sind nicht wirklich gut darin, eine lange Pause zu überbrücken. Sie langweilen sich extrem. Es wird wohl viele Stürze gebe, weil die Fahrer plötzlich wieder voll unter Adrenalin fahren werden.»

Zu den geplanten Doppel-Events sagt Hodgson: «Normalerweise wäre das ein Problem, aber wenn die Jungs von August bis Dezember jede Sekunde arbeiten müssen, dann soll es so sein. Normalerweise würde es im Paddock heissen, das wäre hart. Aber jetzt sagt jeder mit dem ich spreche, dass er die Situation annehmen würde, egal wie.»

Das Problem sieht Hodgson auch unter einem anderen Gesichtspunkt: «Man wird jetzt eine eher kurze Saison haben. Diese kurze Zeit wird nicht nur über die WM-Platzierung entscheiden, sondern auch darüber, wie der Vertrag eines Fahrers für die nächsten beiden Jahre aussehen wird.» Aber Hodgson weiss auch: «Es wird auf jeden Fall wert sein, sich diese verkürzte Saison sehr genau anzusehen.»

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