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Pecco Bagnaia: Umarmung für den verletzten Champion

Von Thomas Kuttruf
Ducati-Werksfahrer Francesco Bagnaia geht gut vorbereitet ins 13. Jahr als GP-Pilot. Der Italiener ist sich den verschärften Rahmenbedingungen bewusst, glaubt aber schon jetzt fest an seinen dritten MotoGP-Titel.

Kein anderer MotoGP-Pilot gewann in den letzten drei Jahren mehr Rennen als Ducati-Werksfahrer Francesco «Pecco» Bagnaia. Auch den letzten GP in Thailand gewann der Doppelweltmeister aus Italien – vor dem späteren Weltmeister Jorge Martin. Der am Ende einer spannenden Saison knapp überlegene Spanier wird aller Voraussicht nach nicht nur den WM-Auftakt verpassen. Der «Martinator» erholt sich in Spanien von den Verletzungen, die er sich am letzten Montag bei einem Supermoto-Crash zugezogen hatte.

Wenig überraschend ist das Fehlen der Startnummer 1 das große Thema im Fahrerlager von Buriram. Bei der ersten Pressekonferenz der MotoGP-Saison 2025, die damit exklusiv mit den Piloten der Ducati-Werksmannschaft besetzt war, bestätigte Bagnaia seine MotoGP-Frühlingsgefühle. «Auch wenn ich mir einbilde, dass die Zeit immer schneller vergeht, das Prickeln, wenn es wieder losgeht, das hat sich nicht geändert. Heute hier zu sein, das Gruppenfoto mit allen Kollegen, das ist und bleibt unbeschreiblich.»

Wesentliche Botschaft der Wintertests: Nach intensiven Testtagen wurde die gemeinsame Entscheidung getroffen, die Basis der 2024er-Ducati auch für die jüngste Kampagne einzusetzen. Eine späte, aber konsequente Vorgehensweise, wie der Vizeweltmeister in Thailand bestätigt: «Wir haben uns erst in Thailand final entschieden. Es ist der richtige Weg, kein hohes Risiko einzugehen und mit der 2024er-Basis weiterzuarbeiten. Von hier aus kommen dann die nächsten Schritte. Die neue Schwinge, die wir bei den Wintertests im Einsatz hatten, ist Teil dieses Pakets.»

Ruhe bewahren – so die vermeintlich wichtigste Botschaft des Ducati-Piloten, der nun wieder mit der Startnummer 63 auf Punktejagd gehen wird: Ich habe meine Lehren gezogen aus der Saison 2024 und den vielen Fehlern. So schön Siege auch sind, es ist nicht die Pflicht, jedes Rennen zu gewinnen.»

Auch zu der außergewöhnlichen Teamkonstellation mit MotoGP-Ikone Marc Marquez an seiner Seite äußerte sich Bagnaia, der 2025 bereits in seine 13. GP-Saison startet. «Wir stehen ganz am Anfang einer neuen Saison und es ist kein Geheimnis, dass Marc und ich das Ziel haben, den Titel zu haben. Gleichzeitig ist es unser gemeinsames Ziel, Ducati an der Spitze zu halten. Wir haben zusammen viel Erfahrung, alles Weitere werden uns die Rennen sagen», so Bagnaia.

Pecco Bagnaia zu dem Verletzungsdilemma seines Rivalen, aber auch guten Fahrerlagerkollegen Jorge Martin: «Es ist wirklich sehr unglücklich, was Jorge passiert ist. Mir persönlich tut es sehr leid, dass er fehlt. Tests und Trainings sind ein Teil unseres Jobs, der immer ein sehr hohes Risiko hat – ich hoffe für ihn, dass er in bester Verfassung zurückkommt. Ich habe ihm eine Nachricht mit einer Umarmung geschickt. Viel mehr kann man im Moment nicht sagen – außer ihm Ruhe und alles Gute wünschen.»

Und wer wird 2025 MotoGP-Weltmeister? «Bagnaia», lautete die nüchterne Antwort – von Pecco Bagnaia.

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