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Bartholemy (Marc VDS): Warum er Hayden engagierte

Von Oliver Feldtweg
«Die Entscheidung für Nicky statt für einen Fahrer, der noch nie auf einer MotoGP-Maschine saß, war viel cleverer», erklärte Marc VDS-Teammanager Michael Bartholemy.

Nicky Hayden, dem MotoGP-Weltmeister von 2006, fiel es beim Aragon-GP zunächst schwer, den verletzten Jack Miller im Marc VDS-Team angemessen zu vertreten. Am Freitag war der Amerikaner, der in der Superbike-WM bereits mehrmals auf dem Podest stand, etwas schockiert, als er nur den letzten Platz belegte. Doch Hayden konnte sich steigern. Er erzielte Startplatz 19 und sicherte mit dem 15. Rang im Rennen einen WM-Punkt.

Obwohl Hayden in Aragón zunächst große Schwierigkeiten mit der für ihn neuen Maschine, der Elektronik und den Michelin-Reifen hatte, nannte Marc VDS-Teammanager Michael Bartholemy gute Gründe, warum er Hayden als Ersatz für Miller engagiert hatte. «Es stand von Anfang an fest, dass ich nur Nicky haben will. Unsere größten Kopfschmerzen als Satelliten-Team mit zwei jungen Fahrern bereitet uns, dass wir uns manchmal nicht sicher sind, wo wir mit unserem Paket stehen. Jack absolviert sein erstes Jahr mit einer Factory-Maschine, Tito fährt seine erste MotoGP-Saison. Die Kommentare der Fahrer sind oft ähnlich. Nicky hat hingegen unglaublich viel Erfahrung und fuhr schon mit sehr vielen unterschiedlichen Bikes. Vielleicht können wir von ihm lernen und uns so für die nächsten Rennen verbessern», erklärte Bartholemy.

«Genau deshalb wollte ich, dass er die Maschine fährt und nicht irgendein anderer Honda-Pilot, der für uns keinen Mehrwert bedeutet hätte. Ich muss sagen, dass Michael van der Marks Manager vor einiger Zeit auf mich zukam. Doch unsere Situation war anders als jene bei Tech3 mit Alex Lowes. Sie wussten nämlich, dass er etwas Zeit haben wird, mehrere Rennen. Doch wir wussten, dass es bei uns maximal zwei Rennen sein würden. Deshalb war die Entscheidung für Nicky statt für einen Fahrer, der noch nie auf einer MotoGP-Maschine saß, viel cleverer», ist Bartholemy überzeugt.

Wie schwer war es, Jack Miller davon zu überzeugen, sich eine Genesungspause zu gönnen? «Das waren vielleicht die schwierigsten vier Wochen in meinen 25 Jahren als Teammanager, was die Verletzung eines Fahrers betrifft. Jacks Charakter ist so stark, er will immer fahren. Ihm klar zu machen, dass es gefährlich ist, wenn er nicht völlig fit ist, war schwierig. Doch in Brünn verstand er es nach vielen Gesprächen. In Misano wurde es ihm immer klarer, dass sein Körper Zeit zur Erholung braucht und das nicht in einer Woche geht. Am Dienstag nach Misano rief er mich dann an und erzählte mir, dass er froh ist, nun diese Genesungszeit zu haben. Bis Japan hat er dann insgesamt dreieinhalb Wochen Zeit. Die Ärzte sagten, dass seine Rückenverletzung 40 bis 60 Tage bräuchte, damit er wieder zu hundert Prozent fit ist. Bis Japan werden 60 Tage seit der Verletzung vergangen sein, das ist gut. Ich hatte immer ein ungutes Gefühl, denn wenn er erneut gestürzt wäre, hätten wir nicht gewusst, wie es ausgeht. Wir wollten das Risiko gering halten. Seine Hand sollte bis Japan soweit ausgeheilt sein, dass er in guter Verfassung ist.»

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