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Jean Todt: «Halte mich mit Kritik an Vettel zurück»

Von Vanessa Georgoulas
FIA-Präsident Jean Todt

FIA-Präsident Jean Todt

FIA-Präsident Jean Todt blickt noch einmal auf die Saison 2018 zurück und zieht eine positive Bilanz. Der ehemalige Ferrari-Teamchef mahnt zur Vorsicht bei der Bewertung von Ferrari-Star Sebastian Vettel.

Jean Todt hat in seiner Funktion als Präsident des Automobilweltverbands FIA alle Hände voll zu tun. Das Formel-1-Finale in Abu Dhabi liess sich der Franzose dennoch nicht entgehen. Und er nutzte die Chance, um im Gespräch mit Sky Sports F1-Reporter Craig Slater noch einmal einen Blick auf die vergangene Saison zu werfen.

Dabei kommt Todt zum Schluss: «Das war global gesehen ein gutes Jahr für die Formel 1. Klar, manche mögen angesichts der Ergebnisse sagen: Es ist schon wieder Lewis Hamilton geworden und die Team-WM hat erneut Mercedes gewonnen. Aber ich weiss, wie schwierig es ist, fünf Mal in Folge die Titel in beiden Wertungen zu holen. Das war auch diesmal kein Kinderspiel, Mercedes musste sich die Erfolge hart erkämpfen – gegen Ferrari und manchmal auch gegen Red Bull Racing. Wir würden es natürlich lieber sehen, wenn wir zehn verschiedene Sieger gehabt hätten. Aber wir wissen alle, dass es in keinem Sport so läuft. Es war auf jeden Fall eine gute WM.»

In die Kritik an Ferrari-Star Sebastian Vettel, der sich in diesem Jahr ein paar ärgerliche Fehler geleistet hat, will der frühere Teamchef der Scuderia nicht einstimmen: «Ich mag Seb und respektiere ihn als Fahrer und Mensch», erklärt er auf die Frage, ob der Deutsche seine Emotionen besser unter Kontrolle halten müsse. «Wir alle haben unsere Emotionen und es ist immer einfach, von aussen betrachtet Kritik zu üben. Es ist keine einfache Situation, in der die Champions stecken. Natürlich denke auch ich, dass sie das Glück haben, das zu tun, was sie lieben. Aber ich wäre vorsichtig mit der Kritik, denn es ist ein harter Job. Auch wenn die Fahrer stark unterstützt werden.»

«Die Formel 1 ist eine faszinierende Welt. Es wird immer sehr viel Druck gemacht, um exzellente Ergebnisse zu erreichen. Trotzdem ist es ein Klub von Privilegierten. Wir alle sollten glücklich sein und es geniessen, Teil dieses Sports zu sein. Auch wenn er in mancher Hinsicht sehr herausfordernd ist», fügt der 72-Jährige an, und betont: «Die Formel 1 sorgt für viele Emotionen und manchmal auch für Kontroversen. Aber das ist in jedem Sport etwas Positives.»

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