MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

George Russell: Formel 1 sollte mehr wie MotoGP sein

Von Andreas Reiners
George Russell

George Russell

Die MotoGP ist für viele Motorsportler das ultimative Vorbild, wie eine Rennserie sein sollte. Nicht nur, was Eintrittspreise, Zuschauernähe oder Sinnhaftigkeit der technischen und sportlichen Vorschriften betrifft.

Sondern vor allem dann, wenn es um das pure Racing geht. Um den Kampf Mann gegen Mann, Auto gegen Auto, auf Augenhöhe, mit dem Messer zwischen den Zähnen. 

Viele Formel-1-Stars zieht es regelmäßig zu den MotoGP-Events, wie am vergangenen Wochenende Ferrari-Fahrer Charles Leclerc, der in Mugello vor Ort war.

Es gibt auch solche wie Lewis Hamilton, die sich selbst auf eine Maschine setzen wollen. Der Brite absolvierte Ende 2018 bereits einen Superbike-Test. Was alle gemeinsam haben: Das Schwärmen in höchsten Tönen.

«Das Racing ist unglaublich. Es erinnert mich ein bisschen an das Kartfahren, wo du fast in jeder einzelnen Kurve überholen und um Positionen kämpfen kannst», sagte jetzt Williams-Pilot George Russell.

«Es ist eine Schande, dass die Formel 1 nicht mehr wie die MotoGP sein kann. Aber ich denke, Liberty hat das im Blick und hoffentlich kommen wir 2021 mehr in diese Richtung», so Russell weiter.
Dann soll es mit einem neuen Reglement und drastischen Änderungen mehr Action und mehr Überholmanöver geben. Sportchef Ross Brawn: «Es ärgert mich, wenn ich finde, dass die Rennwagen in einem Videospiel besser aussehen als unsere heutigen Autos. Gleichzeitig geht es nicht nur um aufregende aussehende Boliden. Es geht auch darum, dass die Renner in einer Art und Weise umgestaltet werden, dass die Piloten sich richtig gute Zweikämpfe liefern können.»

«Bei den Autos 2021 steht also im Vordergrund: Sie sollen aggressiv und toll aussehen. Und sie sollen aerodynamisch weniger anfällig sein als die heutigen Fahrzeuge. Mit zwei bis drei Wagenlängen Abstand muss der Verfolger heute nicht nur gegen verwirbelte Luft ankämpfen, sondern hat auch das Problem, dass in dieser ‚dirty air’ die Reifen ruiniert werden. Er wird also doppelt bestraft. Bis Ende 2018 hatten wir Autos, die rund die Hälfte Abtrieb verloren, wenn sie hinter einem Gegner liegen. Unsere Konzepte zielen darauf, dass nur noch 20 Prozent Abtriebsverlust entstehen. Dazu gehört auch, dass bei einem Teil der Konzepte gewisse Verkleidungen der Räder zu erkennen sind. Sie sollen die Luftwirbel eindämmen. Auf den Bildern sind auch die neuen, größeren Räder zu sehen, die 2021 kommen. Ich finde, sie lassen die Autos moderner aussehen.»


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