MotoGP: KTM-Rennchef über Regelverstoß

Max Verstappen: «Sonst können wir zuhause bleiben»

Von Vanessa Georgoulas
Max Verstappen kam als Erster über die Ziellinie

Max Verstappen kam als Erster über die Ziellinie

Max Verstappen sorgte auf dem Red Bull Ring für die grosse Überraschung: Der Niederländer kam als Erster über die Ziellinie, muss aber wegen des entscheidenden Manövers um seinen Sieg zittern.

Damit hatte keiner mehr gerechnet: Nachdem Vorjahressieger Max Verstappen beim Start sehr schlecht wegkam und von der zweiten auf die siebte Position zurückgefallen war, zeigte der ehrgeizige Red Bull Racing-Star, welch’ grosser Kampfgeist in ihm steckt. Mit viel Wut im Bauch und einer guten Strategie arbeitete sich der Niederländer bis an den Polesetter und Spitzenreiter Charles Leclerc heran und überholte diesen in der vorletzten Rennrunde in der dritten Kurve.

Das Ferrari-Talent hatte keine Chance, den Angriff zu kontern, weil ihm die Strecke ausging – die beiden Renner der Spitzenkandidaten berührten sich und Leclerc musste neben die Strecke – worüber er sich natürlich am Funk beschwerte, während er die Ziellinie als Zweiter hinter dem strahlenden Vorjahressieger kreuzte.

Verstappen liess sich davon nicht beirren und jubelte gleich nach der Zieldurchfahrt: «Nach dem schlechten Start dachte ich, das Rennen sei gelaufen. Aber ich habe trotzdem alles gegeben, obwohl ich auf meinem ersten Reifensatz einen ziemlich bösen Bremsplatten hatte. Nach dem Boxenstopp konnte ich aber richtig Gas geben. Man konnte sehen, dass wir auf den Geraden ein gutes Tempo hatten und ich bin überglücklich – für das Team und auch für Honda. Es ist unglaublich, hier zu gewinnen!»

Dass die Rennkommissare sein entscheidendes Überholmanöver genauer unter die Lupe nahmen und ihm deshalb der Verlust seines hart erkämpften Siegs drohte, hinterliess beim jungen Bullen wenig Eindruck. Er erklärte gewohnt offen: «Das war einfach hartes Racing, wenn das nicht mehr erlaubt ist, was macht es da überhaupt für einen Sinn, in der Formel 1 zu sein? Sonst können wir gleich zuhause bleiben.»

Teamchef Christian Horner sah das natürlich ähnlich: «Ich denke, das Überholmanöver von Max war in Ordnung, er war ganz neben Leclerc, der ziemlich aggressiv einlenkte. Was sollte Max denn sonst machen? Für mich war das hart, aber fair.» Und der Brite schwärmte: «Was für eine Fahrt! Nachdem das Anti-Stall-System beim Start gegriffen hatte, dachte ich, dass es vielleicht für einen Platz auf dem Podest reicht, aber wie er dann zurückgekehrt ist und die Reifen gemanagt hat, war einfach unglaublich.»

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