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Josh Brookes: «Die Wahrheit ist, ich habe kein Geld»

Von Ivo Schützbach
Bei Joshua Brookes läuft es 2016 nicht gut

Bei Joshua Brookes läuft es 2016 nicht gut

Der Australier Joshua Brookes muss sich für 2017 ein neues Team suchen, Milwaukee BMW wird in der Superbike-WM ohne ihn weitermachen. «Wenn meine Karriere scheitert, muss ich mir einen Job suchen», fürchtet er.

Auf die grandiose Saison 2015, in der Joshua Brookes gemeinsam mit Milwaukee Yamaha Britischer Superbike-Meister wurde, folgte in diesem Jahr in der Weltmeisterschaft tiefer Fall. Nach 18 von 26 WM-Läufen ist der 33-Jährige lediglich WM-15, erst dreimal schaffte er es in die Top-10.

Milwaukee-Teamchef Shaun Muir hat Brookes bereits mitgeteilt, dass er 2017 nicht mehr im Team dabei ist. Dem Australier ist bewusst, dass es schwierig wird, in der Superbike-WM ein neues Team zu finden. Von den Privatteams sind lediglich Milwaukee und Althea gut finanziert, in allen anderen muss er Geld mitbringen. In den Nummer-1-Teams der Hersteller bekommt er keinen Platz.

Brookes schließt deshalb nicht aus, das er 2017 Britische, Amerikanische oder Japanische Meisterschaft fährt, sogar einen Job als Testpilot kann er sich vorstellen.

SPEEDWEEK.com sprach mit dem Dritten der Supersport-WM 2008.

Solltest du keinen WM-Platz finden: Ist nach dem Titelgewinn 2015 die Rückkehr in die Britische Meisterschaft dein Plan B?

Das ist nicht mein Plan, aber ich muss Geld verdienen. Es geht um meine Karriere, ich stamme nicht aus einer reichen Familie. Wenn meine Karriere scheitert, muss ich zurück nach Australien und mir einen Job suchen oder eine Firma gründen. Bei der Teamwahl muss ich neben den sportlichen Gesichtspunkten auch die finanziellen berücksichtigen.

In dem Fall hast du noch nicht genügend verdient, um für den Rest deines Lebens über die Runden zu kommen?

Niemals, das ist unmöglich. Ich ging damals nur in BSB, weil ich in der WM kein Geld verdienen konnte. Ich kann nicht Mum und Dad auf der Tasche liegen, sie sind keine reichen Leute.

Ich bin sehr stolz auf meine Karriere, ich brachte nie Geld von einem Sponsor oder der Familie zu einem Team, ich habe alles alleine geschafft – aus dem Nichts.

Diese Geschichte erzählen viele australische Rennfahrer. Gibt es auch welche aus wohlhabenden Familien?

Ich würde sagen, Jack Miller kommt aus einer reichen Familie. Anthony West hat eine reiche Familie. Der Rennsport hat sie aber vielleicht auf den Level von allen anderen gebracht...

Geld mitzubringen ist eine riskante Strategie. Du setzt einen Standard, ab diesem Zeitpunkt erwartet das jeder von dir. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich kein Geld habe – ich komme nie in diese Situation. Das ist gut und schlecht, aber schlicht die Wahrheit.

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