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Christian Horner: «Red Bull hat kein Fahrerproblem»

Von Mathias Brunner
Daniel Ricciardo und Christian Horner

Daniel Ricciardo und Christian Horner

Liegt ein Teil der Red Bull Racing-Krise daran, dass Formel-1-Champion Sebastian Vettel zu Ferrari gezogen ist? RBR-Teamchef Christian Horner stellt sich hinter seine Piloten.

Vier WM-Titel in Serie eroberte Red Bull Racing von 2010 bis 2013. 2014 konnte Daniel Ricciardo immerhin drei Grands Prix gewinnen. An Siege ist derzeit nicht zu denken. Liegt das vielleicht teilweise daran, dass Vettel als Entwicklungsmotor zu Ferrari weitergezogen ist? «Nein», sagt Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner sofort. «Daniel hat 2014 bewiesen, dass er auf Augenhöhe mit Vettel fährt. Wir haben kein Fahrerproblem. Selbst wenn Sebastian noch hier wäre, könnten wir derzeit nicht mehr aus unseren Möglichkeiten machen.»

Hat sich Horner vom russischen Wunderknaben Daniil Kvyat mehr erwartet? Der Engländer antwortet: «In Monaco hat Daniil sein bestes Ergebnis an Land gezogen, das ist ein klares Zeichen dafür, dass es aufwärts geht. Mir macht seine Arbeit Eindruck. Er ist mental sehr stark und lässt sich nicht unterkriegen.»

Eine andere Theorie: RBR sei deshalb nicht mehr das beste Team, weil man Aerodynamiker Peter Prodromou verloren habe und Adrian Newey etwas kürzer trete. Aber auch hier widerspricht Horner: «Wir sind in Milton Keynes mehr als 700 Mitarbeiter und haben nur gut ein Dutzend Fachkräfte verloren. Prodromou ist anfangs 2014 gegangen, und wir halten unsere Organisation für stark genug, dass wir seinen Abgang abfedern können. Adrian ist noch stark ins Formel-1-Programm eingebunden. Früher tat er das von Montag bis Freitag, heute einfach noch die ersten beiden Tage in der Woche, dann kümmert sich sich um andere Projekte.»

Im Gespräch mit der «Gazzatta dello Sport» will Horner auch nichts vom Gerede hören, man sei bei Red Bull Racing halt etwas erfolgssatt: «Das Gegenteil ist der Fall. Wir sind wütend. Wenn du daran gewöhnt bist, dass du in jedem Rennen ein Wörtchen um den Sieg mitreden kannst, und dann kannst du das auf einmal nicht mehr, dann kommt das nicht so gut an. Wir sind noch immer die gleiche, verschwörte Truppe, die zusammen vier Fahrertitel und vier Konstrukteurs-Pokale gewann. Und wir sind hungrig, an diese Erfolge anzuknüpfen.»

Horner hat keine Angst, dabei den Australier Ricciardo an Ferrari zu verlieren, vielleicht als Nachfolger von Kimi Räikkönen ab 2016. «Das wird nicht möglich sein, denn Daniel hat mit uns einen längerfristigen Vertrag. Wir beobachten auch genau die Fortschritte von Max Verstappen. Wir wollen noch sehr lange in der Formel 1 bleiben.»

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