Formel 1: Weder Norris noch Verstappen Favorit

Ferrari: Mitgefühl nach Einsturz der Morandi-Brücke

Von Mathias Brunner
​Am 14. August 2018 stürzte ein Teil der Morandi-Brücke von Genua ein, 43 Menschen verloren ihr Leben. Der Ferrari-Rennstall zeigt in Spa-Francorchamps ein Zeichen der Anteilnahme.

Den 14. August 2018 werden viele Italiener nie vergessen: Es war der Tag, an dem die Morandi-Brücke einstürzte. 43 Menschen haben ihr Leben verloren, neun weitere liegen noch in Krankenhäusern, vier davon in kritischem Zustand. Italien stand unter Schock, die Wut der Bürger ist enorm, denn der schlechte Zustand der vielbefahrenen Brücke war ein offenes Geheimnis.

Auch im Sport wird der Opfer gedacht und für die Angehörigen ein Zeichen der Anteilnahme gesetzt: Genua spielt am Sonntag, 26. August gegen Empoli Fussball, die Fans haben angekündigt, dass sie bis Ende der 43. Minute schweigen wollen – eine Minute für jeden Toten.

Ferrari hat auf die Fahrzeugnasen der Renner von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen in Belgien die Morandi-Brücke skizziert, darunter die Worte «nei nostri cuori» – in unseren Herzen.

Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass wir auf den Rennwagen aus Maranello ein Zeichen der Trauer entdecken: Nach dem Tod des Firmenpräsidenten Sergio Marchionne am 25. Juli trat Ferrari in Ungarn mit einem Trauerstreifen an, oben auf der Sicherheitszelle. Sauber fuhr damals mit Trauerflor am Halo. Haas hatte einen letzten Gruss an den Spitzenmanager auf die Airbox platziert.

Auch früher hat Ferrari immer wieder Menschen gedacht, die wir verloren haben. Im September 2014 fiel Emilio Botín, Chef der Bank Santander, einer Herzattacke zum Opfer. Die Rennwagen trugen am Heckflügel beim Santander-Schriftzug zwei schwarze Striche über und unter dem Sponsorenschriftzug.

2003 hiess der Ferrari-Rennwagen F2003-GA, um an den verstorbenen Industriellen Gianni Agnelli zu erinnern.

Drei Tage nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York und Washington wurde das erste freie Training vorverlegt: Um Punkt 12 Uhr wurde eine Schweigeminute eingelegt, danach blieben noch für weitere zehn Minuten alle Formel-1-Motoren still.

Ferrari entfernte alle Sponsorenlogos von den Autos, den Overalls bis hin zu den Abdeckungen der Flügel und montierte zudem eine schwarze Nase als Zeichen der Anteilnahme. Rubens Barrichello wurde Zweiter, Michael Schumacher Vierter.

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