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Bernie Ecclestone über Monza: GP ja, Extrawurst nein

Von Mathias Brunner
Kein Grand Prix in Monza mehr? Also bitte ...

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Wird es über 2016 hinaus einen Grossen Preis von Italien in Monza geben? Es gibt ermutigende Zeichen, aber der Weg zu einem neuen Abkommen ist noch lang.

Ferrari-Präsident Luca Montezemolo ist ein Meister des eleganten Wortes. Natürlich geht es nicht nur den Tifosi runter wie Öl, wenn er sagt: «Monza ist einzigartig, die Atmosphäre hier ist unvergleichlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für die Zukunft dieses Rennens Probleme gibt, und ich werde mich mit Bernie Ecclestone über Monza unterhalten.»

Das gute Wort ist vielleicht gar nicht notwendig: Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone hat sich hier im Fahrerlager von Monza mit Repräsentanten der Monza-Rennstrecke getroffen, angeführt vom früheren Formel-1-Fahrer Ivan Capelli.

Die Strecke Monza gehört der Stadt Mailand und der Gemeinde Monza. Belange bezüglich der Rennstrecke werden durch die entsprechenden Automobilklubs geregelt. Der Pistenbetreiber, von Monza und Mailand beauftragt, ist die Firma SIAS (Societa' Incremento Automobilismo e Sport).

Weil beim ACI Mailand Wahlen anstanden, lagen die Verhandlungen mit Bernie Ecclestone zu einem neuen Vertrag monatelang auf Eis. Nun ist der 93fache GP-Teilnehmer Ivan Capelli (WM-Siebter 1988, Ferrari-Pilot 1992) zum neuen Chef des Mailänder Automobilsportklubs gewählt – als Nachfolger von Carlo Valli (dem Handelskammerchef von Monza). Capelli hat nicht nur frische Ideen, der Mailänder hat auch ein Ass im Ärmel: Die Weltausstellung Expo findet von 1. Mai bis 31. Oktober 2015 in Mailand statt – erwartet werden 20 Millionen Besucher aus der ganzen Welt. In Italien ist zu hören: Aus einem besonderen Fonds für Sonderveranstaltungen sollen auch Verbesserungsarbeiten für Monza bezahlt werden. Damit will Capelli eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Ecclestone bis einschliesslich 2020 erreichen (wenn das gegenwärtige Concorde-Abkommen ausläuft).

Der 83jährige Bernie Ecclestone hat den Italienern im Fahrerlager von Monza allerdings glasklar gemacht: Natürlich will niemand, dass Monza stirbt – aber die Italiener sollen gefälligst die gleichen Konditionen erfüllen wie die anderen europäischen Rennveranstalter auch.

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