Formel 1: Weder Norris noch Verstappen Favorit

Japan-GP: Taifun-Angst erzeugt Machtkampf ums Rennen

Von Adam Cooper
So ungefähr könnte das am Sonntag aussehen

So ungefähr könnte das am Sonntag aussehen

In der Formel 1 ist ein Machtkampf um die Austragung des Japan-GP im Gange: Weil die Angst umgeht vor den Auswirkungen des Taifuns Phanfone, der auf Suzuka zusteuert.

Dass der Taifun Phanfone kommt, ist längst klar. Die Frage ist nur, wie stark er den Formel-1-Betrieb in Suzuka einschränken wird. Wir reden nicht nur von einem Rennen bei strömendem Regen (wenn überhaupt gefahren werden kann), wir reden auch vom beeinträchtigten Zusammenpacken nach dem Grand Prix und einem gestörten Transport des Materials am Montag Richtung Sotschi – wenn starke Winde den Flugbetrieb möglicherweise zum Erliegen bringen.

Vor dem Hintergrund der ungewissen Wetterlage ist ein Machtkampf um die Austragung des Japan-GP im Gange: Honda, Besitzer der Suzuka-Rennstrecke, wehrte sich gegen einen Vorschlag des Autoverbands FIA, das Rennen um einen Tag vorzuziehen – Qualifikation also am Samstagmorgen, Grand Prix am Nachmittag. Offenbar haben die Rennveranstalter keine Lust, Ticketgebühren für Rennbesucher vom Sonntag zurückzuerstatten.

Dafür besteht noch immer die Möglichkeit, den Rennstart vorzuziehen. Das ist auch bitter nötig, denn heute Freitag ist es hier in Suzuka um 17.30 dunkel gewesen. Der Rennstart vom Sonntag ist auf 15.00 Uhr angesetzt.

Doch selbst ein früherer Rennstart würde nicht garantieren, dass man dem Regen entgeht. Nur, dass der Grand Prix noch bei halbwegs brauchbarem Licht endet.

Was passiert, wenn der Regen zu stark für normalen Rennbetrieb ist? Denkbar wäre es, dass die Autos eine Weile hinter dem Safety-Car herfahren, wie das schon einige Male bei Grands Prix vorgekommen ist. Für die Vergabe von WM-Punkten braucht es nur zwei Rennrunden, dann könnte man – rein theoretisch – das Rennen als durchgeführt abbrechen. Gemäss Reglement würden dann halbe Punkte verteilt (zur Vergabe der vollen Punktezahl bedarf es 75 Prozent der Renndistanz, also hier in Suzuka 40 Runden). Dem Abschlusstraining würde damit grössere Bedeutung zukommen im Kampf um die Punkte.

Nach jüngster Wetterprognose ist am Sonntagnachmittag und -abend mit starken Regenfällen zu rechnen, dazu mit Windböen jenseits von 120 km/h Stärke.

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