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Lewis Hamilton: Keine Strafe, aber Angst fährt mit

Von Mathias Brunner
Lewis Hamilton in Montreal

Lewis Hamilton in Montreal

Nach dem Freitag-Unfall von Lewis Hamilton musste sein Mercedes generalüberholt werden. Dennoch geht der Weltmeister straffrei aus. Die Angst fährt dennoch mit, wenn der Champion in die Quali geht.

In loser Reihenfolge gehen wir in Form von «SPEEDWEEKipedia» auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Daniela Kamber aus Dagmarsellen wissen: «Lewis Hamilton hatte am Freitag in Montreal doch einen Unfall. Daraufhin hat Mercedes bestätigt – das komplette Heck wurde erneuert. Dazu gehört gewiss auch das Getriebe. Ich höre aber nichts von einer Strafversetzung für den Engländer. Was ist mir da entgangen?»

Leserin Kamber hat Recht: Die Mercedes-Mechaniker haben dem Silberpfeile von Lewis Hamilton tatsächlich ein neues Heck verpasst, zahlreiche Teile waren beschädigt worden, darunter auch die Kraftübertragung. Und natürlich gibt es eine Regel, die besagt – ein Getriebewechsel vor Ablauf der vorgeschriebenen Laufzeit von sechs Grand-Prix-Wochenenden zieht eine Strafe nach sich. Das sind fünf Ränge zurück in der Startaufstellung.

Jedoch: Beim beschädigten Getriebe im Auto von Hamilton handelte es sich um ein Bauteil älteren Datums, das in der Nacht auf Samstag ohnehin ausgebaut worden wäre. Anders gesagt – als Hamilton den Wagen in die Mauer setzte, steckte jenes Getriebe im Wagen, das er von Australien bis Monaco verwendet hatte. Es hat also sechs GP-Wochenenden überstanden. Ab Lauf 7 (Kanada) durfte Mercedes ein neues Getriebe verwenden, das tut seit dem dritten freien Training vom Samstag seinen Dienst und wird auch im Qualifying eingesetzt.

Lewis Hamilton ist bei allen 2019er Rennen ins Ziel gekommen. Bei anderen Piloten gilt: Fällt ein Fahrer aus, darf er für den folgenden Lauf straffrei ein neues Getriebe einbauen lassen. Ältere Getriebe dürfen zu jedem Zeitpunkt der Saison nach Belieben verwendet werden. Die meisten Rennställe setzen in den freien Freitagtrainings ältere Getriebe ein.

Dennoch fährt die Angst mit, wenn Lewis Hamilton ins Qualifying geht: Nach dem Motordefekt im Racing-Point-Renner von Lance Stroll fragen sich die anderen Mercedes-Piloten bange, ob es sich möglicherweise um ein potenzielles Problem für alle Fahrer handelt. Die neuen 1,6-Liter-V6-Motoren von Mercedes stecken in den Silberpfeilen, in den Autos von Racing Point und in den Rennern von Williams.


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